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Diesmal wird mir der Winter lang und
ich leide unter Lagerkoller. So recht will man bei dieser Hundekälte
einfach nicht vor die Tür gehen. Nun, der Frühling steht heimlich
schon in den Startlöchern, ich spür's genau. Oder bilde es mir
zumindest ein. Neu gibt es zu berichten, dass wir ein neues Mobilitätskonzept
austesten wollen: Falträder. Ich denke die Rückfahrt von unserer
Septemberreise in den überfüllten Zügen hat uns den nötigen
Schubs dazu gegeben. Jetzt ist erstmal ein Birdy für mich bestellt
und ein zweiter Falter wird folgen. Wieder mal - velomässig - ein
Aufbruch in neue Welten.Und wieder neigt sich eine Fahrradsaison langsam
und allmählich dem Ende zu. Ich bin viel gefahren, deutlich mehr
als im Jahr davor. Das hat wohl damit zu tun, dass ich es 2011 auf drei
Radreisen gebracht habe und schon ab Januar an fast jedem Wochenende Tagestouren
unternehmen konnte. Das Trike war in dieser Saison meist die erste Wahl,
wenn es um meine Tagesausflüge ging, obwohl ich im Frühjahr
eigentlich das "Jahr der Speedmachine" einleiten wollte. Mit
Fernglas, Fernrohr und Stativ bepackt, hat sich das Trike zudem als ideales
Expeditionsgefährt für Vogelbeobachtungen erwiesen - schliesslich
hat man ja immer einen bequemen Sitz dabei. Das schwarze Flux kam auf
der Österreichreise zum Einsatz. Viel brauche ich da gar nicht erzählen,
denn das Rad ist einfach nur gut. Gleiches gilt für meine beiden
Klassiker, die Speedmachine und die Streetmachine GTe. Der SMGTe hab ich
im Spätsommer Gepäckträger und Schutzbleche verpasst und
die Reifen mit der Speedmachine getauscht. Nun passt das wunderbar. Das
Rennrad führt momentan ein Schattendasein. Zwar lässt es sich
mit dem neuen Lenker bequemer fahren, aber da ich unter der Woche mit
dem MTB zur Arbeit radle, will ich am Wochenende natürlich Liegevelo
fahren. Das MTB hat sich als ideales Innenstadtgefährt heraus gestellt,
doch auf den beiden Tagestouren, die ich im Sommer mit ihm unternommen
hatte, konnte ich mich nicht so recht mit der nach vorne geneigten Sitzposition
auf längeren Fahrten anfreunden. Ich bin diesbezüglich halt
schon durch all die Jahre mit den Liegerädern "verdorben".
Und das weisse Flux? Mein Einkaufsrad. Schade eigentlich.
Neulich habe ich festgestellt, dass die Erweiterung
meiner Flotte - jenseits meiner Sammelleidenschaft - schon Sinn und Spass
macht. Zum einen sehe ich inzwischen auch die Vorteile eines Aufrechtrades:
die Wendigkeit, die etwas bessere Übersicht im Innenstadtverkehr
und das MTB kann prima mit dem Aufzug ins Büro transportiert werden
und muss nicht auf der Strasse stehen. Ausserdem wird der Gleichgewichtssinn
auf andere Weise als beim Liegerad gefordert. Zum anderen ist mir nochmals
und erneut klar geworden, wie gut Liegeräder eigentlich wirklich
sind. Vor allen Dingen auf Überlandtouren sind sie einfach unschlagbar
- Fahrspass, Komfort, Panoramasicht, etc. - da sind Liegen wirklich grandios.
Meine aktuelle Flottentaktik sieht zur Zeit so aus: das
Klein MTB ist mein Rad für den Arbeitsweg (Innenstadt), die Liegen
kommen am Wochenende für meine Tagestouren zum Einsatz, die Speedmachine
ist momentan wieder die Favoritin für Radreisen. Das Rennvelo wird
zur Zeit auf einen anderen Lenker umgerüstet und kommt ebenfalls
auf Tagestouren zum Einsatz
Lange nichts mehr geschrieben hier.
Klaro: Winterhalbjahr! Trotzdem: ich bin schon seit anfangs Januar mit
den Velos unterwegs - und langsam freue ich mich wirklich auf die Zeit,
wenn man wieder ohne Handschuhe und Winterklamotten unterwegs sein kann.
Lange wird's aber nicht mehr dauern. Hoffentlich. Neuigkeiten gibt's auch:
Ein Mountainbike vervollständigt seit neuestem meine Sammlung. Ich
hab nämlich inzwischen festgestellt, dass Aufrechtradfahren auch
gewisse Vorzüge hat.
Da ist es wieder, das Ende der Saison. Nicht
wirklich natürlich, denn wie jedes Jahr wird möglichst weit
in den Winter hinein gefahren werden - so es denn die Witterung halbwegs
zulässt. Was war nun dieses Jahr los? Also, die Euphorie bezüglich
meiner Streetmachine GTe hat sich wieder etwas gelegt. Das liegt nicht
am Rad, sondern am Reifenmaterial versus Einsatzzweck: so schön die
Schwalbe Kojaks auch rollen, auf dem Weg in die Zürcher Innenstadt
sind sie nicht gerade die beste Wahl. Es liegen einfach zuviele Glasscherben
auf der Strasse, gerade in der Gegend, in der ich arbeite. Nach drei Reifenpannen
habe ich entnervt begonnen, mit dem Flux S 800 zur Arbeit zu tingeln.
Die Kojaks an der SMGTe wollte ich nach den paar hundert Kilometern noch
nicht auswechseln. Naja, vielleicht tue ich's doch mal und montiere sie
auf die Speedmachine. Momentan ruht die Streetmachine jedenfalls. Das
schwarze Flux S 800 kam dafür öfters zum Einsatz - als Reiserad
zu Ostern und auf der Tour nach Österreich und eben auf den Fahrten
in die Innenstadt. Das weisse Flux V220 ist (leider) nur als Einkaufsrad
bewegt worden und stellt das "Schlusslicht" meiner "Flotte"
dar. Highlight ist immer noch (oder erneut wieder) das Trike! Ich weiss
bis heute nicht, was mich letztes Jahr für ein Teufelchen geritten
hat - ich kann im Nachhinein nicht mehr nachvollziehen, warum ich das
Teil unbedingt verkaufen wollte! Doch, natürlich: ich wollte ja wieder
eine Streetmachine haben. Zum guten Glück hat sich damals kein Käufer
gefunden, sonst würde ich nämlich jetzt wieder auf ein Trike
sparen... Meine Speedmachine ist in dieser Saison lediglich auf Tagestouren
bewegt worden, keine Radreise also mit diesem Rad. Trotzdem hat der Tacho
die 13000-Km-Grenze inzwischen überschritten.
Tja, und dann kam noch ganz unverhofft das Rennrad. Wie und warum ich
mir das Bike angeschafft habe, kann man ja auf der dazugehörigen
Seite nachlesen. Inzwischen bin ich knapp 200 Kilometer damit gefahren.
Mir fehlt natürlich immer noch die Sicherheit auf dem Aufrechtrad,
nach all den Jahren Abstinenz ist das ja auch kein Wunder. So ein leichtes
Rad hat natürlich schon Vorteile: es ist sehr dynamisch, bergauf
kommt man schneller, man kann Kreuzungen besser einsehen, kurz: es ist
einfach ein anderes Fahrgefühl. Andererseits werden einem dann auch
wieder die schönen Seiten am Liegerad fahren bewusst, vor allem das
komfortable Dahingleiten, die andere Übersicht auf Verkehr und Landschaft.
Aber es ist noch zu früh, ein Fazit zu ziehen, dazu muss ich mich
erst wieder an das aufrechte Radeln gewöhnen. Auf jeden Fall tut
diese etwas andere Ergänzung auch mal gut.
Irgendwie ist es wie früher schon mal.
Also fast. Ich fahre wieder mit der Streetmachine zur Arbeit. Aber es
gibt dann doch Unterschiede: die neue SMGTe fährt sich agiler, sie
ist leichter und rollt besser - keine Wunder, bei den Reifen und der spartanischen
Ausstattung. Macht mir im Augenblick grossen Spass, dieses Rad! Andererseits
hab ich mir vorgenommen, in diesem Jahr meine Bikes gleichmässig
zu "bewirtschaften"...Der Winter kommt mir wieder mal so ewig
lang vor. Dabei ist die neue Streetmachine schon angekommen. Und es waren
mir schon zwei kleine Touren mit ihr vergönnt. Ich bin froh, dass
ich wieder eine habe, denn die SMGT ist einfach mein persönlicher
Klassiker. Jetzt muss es endlich Frühling werden!Ja ja...nicht alles was man im Oktober für
gut und richtig empfindet übersteht die kalten Wintermonate. Will
heissen: ich werde mein Trike nicht verkaufen. Ich möchte nicht den
gleichen Fehler wie damals bei meiner SMGT machen. Zudem bin ich just
nach dem letzten Tagebucheintrag im Oktober wieder verstärkt mit
dem Scorpion unterwegs gewesen und auch im neuen Jahr sind schon einige
Ausflüge mit dem Rad erfolgt. Und manchmal sollte ich gewisse Pausenphasen
in Bezug auf meine Räder auch mal aussitzen - die Lust kommt dann
schon wieder. Siehe SMGT. Eine Streetmachine wird es wohl bald wieder
geben, so wie's aussieht werde ich mir für die kommende Saison wieder
eine holen...>>
nach oben
Irgendwie ist schon wieder dieses Ende-der-Saison-Gefühl
da. Obwohl das natürlich Quatsch ist, schliesslich werde ich auch
heuer noch so lange radfahren, wie es Witterung und Temperaturen zulassen.
Aber jedes Jahr nach der Spätsommerreise überfällt mich
eben dieses Gefühl...
Was lief alles in diesem Jahr? Die Eingewöhnungsphase mit dem schwarzen
Flux S800, die Frühjahrsreise mit dem Scorpion und der unverhoffte
Fuhrparkzuwachs durch das Flux V220. Und diese drei Bikes haben auch die
Velosaison geprägt. Die Speedmachine, eigentlich mein Lieblingsrad,
kam dadurch etwas ins Hintertreffen und ich bin jetzt grad dabei, einige
Runden mit ihr zu drehen.
Natürlich gibt es - wie jedes Jahr - Gedanken und Strömungen
und Ideen und Tendenzen und Bedürftigkeiten:
Zuerst mal vermisse ich meine Streetmachine GT. Das Flux S800 ist mir
zwar inzwischen auch ans Herz gewachsen, aber irgendwie verbindet mich
wohl etwas nostalgisches mit meinem erstes Liegerad. So habe ich in den
letzten Wochen immer wieder mal im Internet den Gebrauchtmarkt verfolgt
und war zwei Mal schon drauf und dran, mir eine gebrauchte SMGT zu holen.
Ich hab's aber dann doch sein lassen...
Zudem verspüre ich zur Zeit überhaupt keine Lust auf das Trike.
Nach der Reise mit dem Scorpion war die Luft raus. Nach dem Reinigen und
Pflegen des Rades hab ich noch eine Probefahrt unternommen und neulich
mal eine kleine Tagestour, aber irgendwie reizt es mich im Augenblick
überhaupt nicht. Was soll das bedeuten? Soll ich es verkaufen oder
abwarten, ob sich das wieder ändert? Nicht den gleichen Fehler machen
wie mit der SMGT?
Und das Flux V220? Das ist halt schon so eine Sache. Als Alltagsrad ist
es hervorragend und ich würde es als Liegerad-Pendent zu all den
Hollandrädern und Citybikes betrachten. Bergauf macht es halt nicht
so ganz die gute Figur, was zwar akzeptabel ist, mich aber bei meinem
Arbeitsweg, der hauptsächlich bergauf geht, doch wieder mal fantasieren
lässt. Fantasieren in der Hinsicht, dass ich mir grad einen leichten
2x26er Highracer andenke. Sowas wie die Bachetta-Bikes oder ein Seiran
SL. In den letzten Tagen hab ich so halb ernsthaft mit dem Gedanken gespielt,
das Trike gegen so ein Rad einzutauschen...
Ziemlich Flux-lastig mittlerweile, das
Ganze! Meinen Fuhrpark, den meine ich. Nachdem ich unlängst noch
im Zweifel darüber war, ob ich mit dem Flux S800 eine warmherzige
und innige Beziehung aufbauen werde (mittlerweile ist das längst
passé und ich mag das Rad sehr gerne), schneit mir doch glatt ein
zweites Flux, und zwar ein V220, ins Haus. Und diesmal war es Liebe schon
bei der ersten Pedalumdrehung. Echt jetzt! Kein Witz! Und weil's gar so
schön ist und der Einsatz als City-Alltags-Einkaufsbike durchaus
auch optisch erkennbar sein darf, hab ich dem neuen Flux auch gleich ein
Einkaufskörbchen spendiert.
Das Flux. Inzwischen zeigt der Tacho fast 1100 gefahren Kilometer
und ich glaub, jetzt hab ich allmählich die richtige Einstellung
von Lenker und Sitz gefunden. Und mittlerweile macht mir das Rad auch
so richtig Spass. Heute bin ich damit eine recht schnelle Tour um den
Greifensee gefahren, hab mich für eine Weile lang von einem Rennradfahrer
provozieren lassen und selber auch mächtig Kante gegeben. Wobei dieses
"mächtig" schon auch relativ zu sehen ist. Aber inzwischen
haben sich die Muskeln an das Rad gewöhnt und ich kann es recht flott
voran treiben. Wobei die fehlenden schweren Gänge dem Ganzen natürlich
eine bestimmte Grenze setzen. Doch ich bin inzwischen ganz froh um die
dafür eingehandelten leichten Gänge. Überhaupt klettert
das Flux gut und mir scheint, ich kann damit von allen meinen Rädern
am schnellsten bergauf fahren. Jedenfalls bin ich nun sehr zufrieden mit
dem Rad, was Fahrverhalten und Qualität und Ausstattung anbelangt.
Auch mit der weichen Gabel hab ich mich angefreundet. Allerdings fehlt
mir beim Flux irgendwie diese Liebe auf den ersten Blick, die ich bei
der SMGT damals empfand. Da kann das Flux natürlich nichts dafür,
das ist klar...
>> nach oben
Zur Zeit "bewirtschafte" ich meine drei Räder im
Parallelbetrieb: das Scorpion hat mir auf einer 3-wöchigen Reise
im Mai als Reiserad gedient. Obwohl ich das Flux erst zu diesem Zwecke
erstanden habe, überwog die Neugier darauf, wie sich das Trike als
Reiserad machen würde und so hab ich dem mal Raum gegeben. Nachlesen
wird man das in Kürze im neuen Reisebericht können. Und sowohl
mit dem Flux als auch mit der Speedmachine sind jetzt, nach der Reise,
schon wieder Tagestouren in unserem Umland gefahren worden. Beim Flux
probiere ich immer noch mit der Sitz- und Lenkereinstellung herum, freunde
mich aber immer mehr damit an. Und die Speedmachine, meine Langzeitliebe,
läuft einfach wunderbar. Der Kauf dieses Bikes war einfach ein Glücksgriff!
Wenn ich unten geschrieben habe, dass es noch in den Sternen steht,
ob das Flux und ich auch wirklich zueinander finden werden, so möchte
ich das hiermit relativieren. Gestern und heute ist uns ja frühlingshaftes
Wetter beschert worden und das wurde natürlich gleich für zwei
ausgiebige Touren mit dem Flux genutzt. Dabei experimentierte ich noch
etwas mit der Einstellung des Sitzes und des Lenkers herum. Der Sitz ist
so steil wie möglich eingestellt worden (ganz im Gegensatz zu meinen
vorherigen Massnahmen an meinen HP Velotechnik Rädern, wo der Sitz
ja immer so flach wie möglich ist), der Lenker ganz nach vorne und
die Lenkergriffe flacher stehend. Zudem habe ich den Reifendruck auf das
(fast) Maximum erhöht und jetzt macht's schon Spass, mit dem Schwarzen
unterwegs zu sein. Die weiche Vordergabel ist OK und die Entfaltung nach
unten - also zu den schweren Gängen hin - ist für den Einsatzzweck
als Reiserad jetzt erstmal auch OK. Jedenfalls bin ich im Augenblick zufrieden
mit dem Rad und hatte gestern und heute rechten Spass damit.
Ausserdem fällt mir grad auf, dass ich nun in die sechste Liegeradsaison
starte. Ist ja auch nicht ganz ohne. Wieviel Kilometer sind's denn jetzt
schon geworden? 25000? Oder gar mehr? Will jetzt im Moment nicht rechnen
müssen. Jedenfalls kommt's mir schon wie eine Ewigkeit vor, dass
ich liegend unterwegs bin. Manchmal aber hab ich so nostalgische Wünsche
nach einem rabenschwarzen Altherrenrad, einem Eingänger mit Rücktrittsbremse,
so wie man es aus alten Schwarzweissfilmen kennt...
>> nach oben
Ende Januar gibt's hier in Zürich doch glatt einen dieser
sonnigen Tage, die schon einen Hauch Vorfrühling erahnen lassen:
die Temperaturen im Plusbereich, die Strassen frei von Schnee und Eis
und an der Schifflände in Uster am Greifensee sitzen die Leute in
der Sonne. Klaro, das ruft nach einer Veloausfahrt! Also das Flux geschultert
und raus auf die Felder und Fluren. Ja...das Flux...200 Kilometer zeigt
der Tacho inzwischen an und ich weiss nicht so recht, ob wir beide auch
wirklich Freunde werden, das kleine Schwarze und ich. Eigentlich gibt's
nichts zu bemängeln - bis auf die etwas zu weiche Gabelfeder und
die vielleicht zu berglastig gewählte Übersetzung. Trotzdem
will sich die Euphorie nicht so recht einstellen, die ich bei den anderen
Liegerädern hatte. Das mag aber auch am unseeligen Lieferungsprocedere
oder auch am Winter liegen, denn angetan mit tausend Kleidungsschichten
hat man auch nicht gerade das beste Einschätzungsvermögen. Oder
auch am Tempo. Irgendwie ist das Flux halt genau die gemütliche Reisesänfte,
als die es auch gebaut wurde. Und ich mach irgendwie den Fehler, sie mit
der Speedmachine zu vergleichen, was ja wieder mal der totale Quatsch
ist. Jedenfalls habe ich mich jetzt schon bei dem Gedanken ertappt, das
Flux gegen eine SMGT einzutauschen...dabei hab ich es ja noch gar nicht
auf Reisen erprobt. Und wenn ich mich recht entsinne, ging's ja um eine
Reiserad und nicht um eine Rennmaschine...
Immerhin hat die Speedmachine nun neue Schalthebel bekommen...
Heute - wir schreiben den 17.1.2009 - die erste kleine Ausfahrt
dieses Jahres unternommen. Nicht mit dem Flux, sondern mit dem Scorpion.
Die Strassenverhältnisse sind immer noch so, dass mit einem Liege-Zweirad
Vorsicht angesagt ist. Mit dem Trike kann man auf vereisten Strassen ja
nicht kippen...einer der Vorteile des Dreirades. Ja, das Scorpion. Zur
Zeit gibt es erneut Bestrebungen, das Rad für meine Frau umzubauen,
sprich: den Vorbau zu kürzen, damit sie es fahren kann. Mal sehen,
ob wir das wirklich durchziehen...
Ach ja: nach fast 15 Jahren gibt's jetzt mal wieder neue Packtaschen!
Meine alten Ortliebs von 1994 dürfen nun in den Ruhestand und werden
nur mehr für Tagestouren oder zum Einkaufen benutzt. Auf Reisen wird
mich nun ein neues Set Ortliebs begleiten...
>> nach oben
Jetzt ist es doch angekommen, mein kleines schwarzes Flux. Lieferengpässe
beim Zulieferer des Herstellers hatten das alles etwas verzögert
und leider konnte ich die schönen Herbsttage im Oktober und November
dieses Jahres nicht mehr für ausgiebige Probefahrten ausnutzen. Na,
das ist schon in Ordnung so, denn der nächste Frühling kommt
bestimmt. Erste Erfahrungen mit dem Rad hab ich auf der FLux-Seite beschrieben.
Alles andere folgt später.
Tja, so schnell kann's dann doch gehen: der Baron ist verkauft!
Ende September hab ich das Rad mit einer Mischung aus Wehmut und Vorfreude
(auf mein neues Rad) seinem neuen Besitzer übergeben und im gleichen
Atemzug ein Flux
S800 bestellt. Ich hab wieder Appetit auf ein Bike mit Untenlenker,
wie ich im Septembereintrag schon schrieb. Nach eine kurzen Probefahrt
mit einem Grasshopper
FX und ausgiebigem Surfausflügen im Web, kristallisierte
sich immer mehr das Flux als Wunschkandidat heraus. Nun sitze ich da und
warte mehr oder minder ungeduldig auf das Rad. Obwohl: so richtig ungeduldig
bin ich nicht, denn ich hab in den letzten Tagen meine Speedmachine von
der Patina der diesjährigen Reisen befreit, hab dem Rad Marathon
Slicks spendiert und gestern bin ich eine erste Tagestour mit den schnellen
Reifen gefahren. Sieht so aus, als ob die Speedmachine jetzt den Platz
einnehmen wird, den der Baron inne hatte: es wird das Rad für flottere
Tagestouren werden. Das ist also der Stand der Dinge im Herbst '08...
>> nach oben
Eigentlich bin ich gerade dabei, die Site für den Reisebericht der
Augustreise zu erstellen, aber da ich zur Zeit den Baron zum Verkauf inseriert
habe, gehen meine Gedanken natürlich dauernd spazieren und ich hab
verschiedene Flausen, was denn nun als neues Rad kommen wird, damit hier
wieder ein Trio im Keller steht. Obwohl sich generell die Frage stellt,
wieviel Liegeräder der Mensch im allgemeinen, und der Martin Würfl
im besonderen eigentlich wirklich braucht... im Prinzip wäre ich
ja mit der Speedmachine und dem Scorpion bestens bedient und es besteht
keine dringende Notwendigkeit für eine dritte Liege. Und doch...man
verändert sich eben im Laufe der Zeit und man macht bestimmte Erfahrungen,
um vielleicht zu erkennen, dass früher eingeschlagene Wege gar nicht
so schlecht waren. Ich will drauf hinaus, dass ich es insgeheim doch ein
wenig bereue, meine Streetmachine
GT hergegeben zu haben. Ich bereue nicht, dass ich den Scorpion
dafür eingehandelt habe, denn das Teil bereitet mir viel Freude.
Doch auf der Deutschlandreise im Frühjahr und nun auch während
der Augustreise ist wieder ein Bedürfnis nach einem untengelenkten
Zweirad erwachsen. Nach zwei Wochen Radreise mit der Speedmachine
wünsche ich mir inzwischen durchaus, die Arme beim Fahren einfach
nur relaxt auf einen Untenlenker legen zu können und sie nicht auf
den UDK-Lenker heben zu müssen. Natürlich, das ist Jammern auf
hohem Niveau und wenn ich an früher denke, an die Handgelenksprobleme
bei den Uprights, so ist das nachgeradezu lächerlich - denn die Speedmachine
fährt sich wirklich sehr komfortabel. Trotzdem: man kann Zustände
ja auch verbessern! Zumal es ja auch Lösungen gibt. Jedenfalls scheint
es demnächst wieder ein untengelenktes Liegerad für mich zu
geben. Welches es sein wird, das steht noch in den Sternen. Kandidaten
wären der Grasshopper oder das Flux S800, das Nazca Fiero oder eventuell
auch das Seiran von Challenge. Eine Entscheidung ist darüber noch
nicht gefallen und so wie ich mich kenne, schlage ich vielleicht ganz
spontan irgendwo zu, vielleicht hole ich mir auch mal ein gebrauchtes
Rad. Das wird sich alles ergeben.
Und eigentlich - es ist Mitte September - kann ich ja schon mal wieder
ein Resumée der Saison wagen. Viel wird heuer nicht mehr passieren.
Ich meine: was Touren anbelangt. Es wird wohl noch reichlich Tagesausflüge
geben (hoffentlich), doch trotzdem ist die Saison mit der letzten Radreise
in diesem Jahr und den Plänen für die nächste Saison irgendwie
abgeschlossen. Wichtig war in diesem Sommer, dass ich mich zum Verkauf
des türkisblauen Barons entschlossen habe. Das war keine einfache
Entscheidung und ich war das ganze Jahr über hin und her gerissen.
Im Frühjahr hatte ich das Rad schon mal auf meiner Homepage zum Verkauf
inseriert und mich dann doch wieder umentschieden. Aber mittlerweile bin
ich der Überzeugung, dass ich Platz für etwas Neues brauche
und gebe den Baron gerne an jemanden weiter, der ein schnelles Rad fahren
will. 500 km bin ich in dieser Saison mit dem Baron unterwegs gewesen
- und das ist gar nicht mal so wenig.
Anfang des Jahres hatte ich ja am Scorpion meinen brach liegenden Tacho
montiert und der zeigt im Augenblick 630 Kilometer an. Dazu gibt's nichts
weiter zu sagen.
Star war in diesem Jahr wieder mal die Speedmachine. Die zwei Reisen habe
ich mit ihr gefahren und mittlerweile zeigt der Tacho über 11500
Gesamtkilometer an. Soviel hab ich auf keines meiner Räder bisher
drauf gefahren. Und ich weiss, dass es noch mehr werden, denn die Speedmachine
ist mein bestes Pferd im Stall - einfach was die Flexibilität anbelangt.
In diesem Jahr bin ich um die 3400 Kilometer mit diesem Rad unterwegs
gewesen und es wird immer Winter wieder ein bisschen daran herum gebastelt
werden. Ich werde mich vom Schwalbe Marathon Plus verabschieden und wieder
schmalere Slicks aufziehen, wie ich sie jetzt auch auf dem Baron fahre.
Dann wird es neue Schalthebel geben: der Gummibelag meiner Drehgriffe
hat sich inzwischen grossflächig verabschiedet, was eine Schalten
mit verschwitzen Händen verunmöglicht. Zudem möchte ich
bei dieser Gelegenheit auch noch die Kabelführung im Bereich des
Vorbaus verbessern.
Fazit: es war eine gute Saison und es gibt wieder neue Ideen für
das kommende Jahr! So mag ich das!
>> nach oben
Im Frühjahr hatte ich plötzlich eine sonderbare Anwandlung:
auf einmal war ich von der Idee besessen, unter allen Umständen meinen
Baron zu verkaufen, um Platz zu schaffen. Ja...Platz. Für was eigentlich?
Für ein neues Rad! Irgendwie schien mir ein klapp- bzw. faltbares
Liegerad eine gute Sache zu sein. Nur will ich keine vier Räder haben
und so kam eben der Gedanke auf, den Baron zu veräussern. Schliesslich
steht die Speedmachine dem Baron an Geschwindigkeit soviel nun auch wieder
nicht nach - besonders bei meinen sportlichen Fähigkeiten. Ein faltbarer
Reiselieger (ich hatte den Grasshopper FX im Visier) wäre dagegen
eine gute Ergänzung: ich könnte die Speedmachine wieder mit
Rennreifen hochrüsten und sie von ihrer Aufgabe als Reiserad entbinden.
So bot ich eine Zeit lang den Baron auf meiner Website an, besann mich
aber nach unserer Deutschlandtour im Mai wieder eines besseren: der Baron
macht halt doch auch Spass! Mittlerweile bin ich auch wieder etliche Touren
mit dem türkisblauen Renner unterwegs gewesen.
Um es gleich vorweg zu nehmen: in diesem Jahr möchte ich wieder mehr
Zweirad fahren! Der Baron hat zwei neue Schlappen bekommen (ist Zeit geworden).
Hab mich endgültig von den Schwalbe Stelvios verabschiedet und nun
Continental Sport Contact Slicks aufgezogen. Solche fuhr ich schon mal
an der Speedmachine und die fand ich recht gut. 120 Km bin ich dieses
und letztes Wochenende mit dem Baron gefahren und es macht mir erneut
Spass, mit dem Türkisblauen unterwegs zu sein!
Den Scorpion bin ich heuer auch schon gefahren und jetzt hab ich mir doch
noch einen Tachometer montiert - der von der Streetmachine GT lag gewissermassen
brach. Eigentlich war's schon noch recht gut, das Rad ohne Tacho zu bewegen
und die Geschwindigkeit nur zu erfühlen und sich nicht von der Digitalanzeige
beeinflussen zu lassen. Aber jetzt hat die Neugierde doch die Oberhand
gewonnen. Und was mir das Display bisher gezeigt hat, deckt sich in etwa
mit meiner Einschätzung: ich bin mit dem Scorpion einen Hauch schneller
unterwegs als damals mit der SMGT. Es fühlt sich jedoch schneller
und spritziger an. Vielleicht liegt's am anderen Kurvenverhalten oder
an der geringeren Sitzhöhe?
Die Speedmachine befindet sich noch im Winterschlaf und bekommt demnächst
mal einen Rundumservice verpasst.
Ausrüstungswünsche hab ich für dieses Jahr nicht. Vielleicht
irgendwann nochmal eine Kurbelgarnitur mit 3 Kettenblättern, damit
der Baron auch wirklich für unsere Gegend tauglich ist. Auf einigen
der kritischeren Steigungen in meinem Tourenrepertoire muss ich mich ein
wenig zu stark in den Sitz pressen, weil die Übersetzung immer noch
auf norddeutsche Verhältnisse ausgelegt ist.
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Erfahrungsbericht Scorpion und Resumée der Saison
Das Ende der Saison? Emotionell irgendwie schon. Wir haben zwar erst Anfang
Oktober und es wird noch reichlich Tagestouren an schönen Wochenenden
geben, doch wenn die letzte Veloreise am Ende des Sommers unter Dach und
Fach ist, stellt sich bei mir immer innerlich Ruhe ein. Der Reise-Durst
ist gelöscht, das Fernweh befriedigt, die Gedanken richten sich wieder
nach innen, die Batterien müssen sich neu aufladen, der Brunnen muss
sich erneut füllen.
Dieses Jahr ist meine Kilometerleistung
deutlich geringer als während der letzten sechs oder sieben Jahre
ausgefallen, was daran liegt, dass ich seit Januar einen neuen Arbeitsplatz
habe und nunmehr mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit fahre.
Dementsprechend sieht die Bilanz in
diesem Jahr so aus:
Baron ~ 227 km und Speedmachine ~1936
km. Dazu kommen noch etwa um die 1000 bis 1500 Kilometer mit dem Scorpion.
Diese Zahl kann ich nur schätzen, da ich am Trike keinen Fahrradcomputer
installiert habe.
Als ich im März den Scorpion gekauft
hatte, bin ich wochenlang nur mehr dieses Rad gefahren. So lange, bis
ich das Zweiradfahren fast verlernt hatte und mich am Anfang der Frankreichreise
erstmal wieder dran gewöhnen musste
so nach dem Motto: "huch,
da kippt man ja um
" Nach der Frankreichreise, die ich mit der
Speedmachine absolvierte, hat sich die Trike-Verliebtheit allerdings wieder
etwas relativiert: Zweiradfahren macht nämlich auch Spass!
Und so schiebe ich hier mal einen Erfahrungsbericht
mit dem Scorpion hinterher. Jetzt, nach einer gefahrenen Saison, kann
ich schon mehr dazu sagen als damals im März.
Der Scorpion wurde von der Stange gekauft.
Es war ein Spontankauf. Ich wollte die SMGT loswerden und "mein"
Scorpion wurde tags zuvor als Vorführmodell beim Händler angeliefert.
Das war reiner Zufall und ich hatte die Möglichkeit, das Rad sofort
mitzunehmen. Die Ausstattung ist also die des Basismodells: mechanische
Scheibenbremsen von Avid, Schaltung Sram Dual Drive, Lichtanlage mit Seitenläufer-Dynamo,
Schutzbleche, Gepäckträger.
Was diese Ausstattung betrifft, so
bin ich zufrieden damit. Mechanische Scheibenbremsen sind mir inzwischen
eh lieber als hydraulische, die Lichtanlage benötige ich so gut wie
gar nicht und die Schaltung finde ich sehr gut: Die Möglichkeit,
im Stand mit dem linken Schalthebel die drei Hauptgangstufen anzuwählen,
hat sich im Stadtverkehr absolut bewährt! Lediglich die Gesamtentfaltung
kommt mir im Gegensatz zu den reinen Kettenschaltungen etwas enger/geringer
vor. Die momentan einzige Änderung am Rad war dann auch vorne ein
kleineres Kettenblatt, um bergauf noch etwas leichtere Gänge zu haben.
Dafür kann ich bergab nicht mehr mittreten, was bei mir eh noch nie
so ein Thema war.
Das Fahrverhalten? Hier ein paar Gedanken
dazu:
Man kippt mit dem Trike nicht um (es
sei denn, man übertreibt es in engen Kurven mit dem Tempo, hab ich
allerdings noch nicht geschafft). Das hat den Vorteil, dass man sich auch
im Schneckentempo vorwärtsbewegen und langsam voran tasten kann,
was ich bei kniffligen Passagen schon des öfteren als Vorteil erlebt
habe. Zusammen mit dem geringen Wendekreis des Scorpions - er hat den
geringsten Wendekreis all meiner Räder - kann man hier Situationen
bewältigen, die mich bei den anderen Rädern zum Absteigen zwingen.
Ein Beispiel dafür mag eine Velo-/Fussgängerunterführung
hier bei uns in der Gegend sein, deren Radius so eng ist, dass sowohl
mit dem Baron als auch mit der Speedmachine keine Durchfahrt möglich
ist. Mit dem Scorpion geht es problemlos. Auch bei Anstiegen kommt mir
das Dreirad zugute, denn ich muss bei geringem Tempo nicht auch noch drauf
achten, dass ich das Rad balanciere, das heisst, man kann im Prinzip ultra
leichte Gänge fahren. Bei der Speedmachine ist die Untergrenze so
ca. bei 5 Km/h, langsamer geht nicht. Das Trike kennt solche Problemstellungen
nicht. Anstiege kann man also noch relaxter angehen. Leider lässt
sich der Scorpion nur sehr schlecht schieben, da der Sitz sehr tief ist.
Das werte ich als Nachteil. Auf der Augustreise musste ich die Speedmachine
ein paar Mal schieben, und zwar bei Steigungen, die ich mit dem Trike
trotz der leichten Gänge auch nicht hätte fahren können
- das Trike dann da hochzuwuchten wäre schon unangenehm gewesen.
Der Scorpion verfügt lediglich
über ein gefedertes Hinterrad, die vorderen beiden Räder sind
ungefedert. Das bedeutet, dass man auf unbefestigten Wegen nicht wirklich
komfortabel voran kommt, je nachdem, wie grob diese Wege sind. Man lernt
dann schon recht schnell asphaltierten Untergrund zu lieben. Was nicht
heissen soll, dass man abseits befestigter Wege nicht fahren kann - ich
bin hier auf meinen Touren auch öfter mit Feldwegen konfrontiert.
Aber man reduziert hier schnell das Tempo, während man mit der vollgefederten
Speedmachine halt einfach sein Tempo weiterfährt.
Diese beiden Gründe, das Schieben
bergauf und das Fahrverhalten bei ruppigen Waldwegen hat mich bisher davon
abgehalten, den Scorpion als Reiserad zu benutzen. Auf den beiden grösseren
Reisen in diesem Jahr hat sich die Speedmachine mit ihrer Vollfederung
wieder absolut bewährt und es besteht keine Notwendigkeit, diese
Zustand zu ändern. Gleichwohl ist das Trike natürlich schon
auch ein prima Langstreckentourer, wie ich bei den beiden Bodenseetouren
feststellen konnte. Man kommt halt eher mal in eine Situation, in denen
ein Zweirad einfach praktischer ist. Auch der Radtransport in Frankreichs
Zügen, wo man nie im Voraus weiss, wie der Platz aussieht, den sie
für den Radtransport vorgesehen haben, gelingt mit einem Zweirad
problemloser.
Zudem ist das Trike natürlich
breiter. Bisher war das aber noch kein Problem, ich bin überall bequem
durch gekommen. Lediglich auf einer Bahnunterführung in Schaffhausen
musste ich den Scorpion eine Treppe hinunter tragen, weil man hier lediglich
auf der Seite eine schmale Rinne für Zweiräder installiert hatte
(wobei man das auch mit bepackten Zweirädern nicht so einfach schafft).
Aber sonst, auch mit Gegenverkehr auf schmalen Wegen, ging das problemlos.
Es gibt allerdings auf dem Donauradweg bei Zwiefaltendorf eine Eisenbahnbrücke
mit Steig für Radfahrer/Wanderer. Und der ist so schmal, dass ich
wahrscheinlich nicht mit dem Trike durchkommen würde. Probiert hab
ich das allerdings noch nicht. Allerdings ist der Scorpion nur 20 cm breiter
als die Speedmachine und soviel ist das auch wieder nicht.
Das Fahrverhalten ist ein Thema für
sich. Hier gibt es im Vergleich zum Zweirad kein "besser" oder
"schlechter", es ist einfach anders. Das Trike legt sich nicht
in die Kurve wie das Zweirad. Deswegen neigt der Fahrer, besonders bei
schnellen und/oder engen Kurven den Oberkörper ins Kurveninnere.
Das macht natürlich Spass und da kommt so eine Art Go-Cart- oder
Seifenkisten-Feeling auf. Die Lenkung ist sehr feinfühlig und dynamisch
und man kann recht enge Radien damit fahren.
Die Geschwindigkeit. Ich hab mich entschlossen,
ohne Tacho unterwegs zu sein, weil ich mich bei der SMGT vom relativ geringen
Tempo (im Vergleich zur Speedmachine und dem Baron) frustrieren liess.
Ich hab dann überhaupt nicht mehr auf meine Wahrnehmung verlassen,
sondern bloss mehr der Zahl auf dem Tachodisplay Tribut gezollt und das
wollte ich mal ändern. Der Scorpion ist gar nicht mal so langsam!
Ich würde mal sagen, er kommt zwar nicht an die Speedmachine heran,
es fühlt sich aber eindeutig schneller an als die SMGT. Und wenn
ich unterwegs bin, kommt mir die gefahren Geschwindigkeit schnell genug
vor.
Im Augenblick fahre ich das Trike auf den Tagestouren hier
im Umland. Wechsle aber zwischendrin, besonders wenn ich alleine unterwegs
bin, immer wieder auf den Baron, weil ich inzwischen auch wieder gerne
Zweirad fahre. Eine eindeutige Vorliebe für entweder das eine oder
das andere hat sich nun am Ende der Saison nicht herausgestellt - ich
mag beide Konzepte.
>>
nach oben
Die dritte Saison neigt sich dem Ende zu...
Wieder ein Resumée? Jetzt schon? Warum nicht! Zwar wird uns im
Augenblick noch ein goldener Oktober beschert, und ich nutze das Wetter
ausgiebigst aus und drehe mit dem Baron noch meine Trainingsrunden...aber
eine kleine Bilanz bietet sich ja trotzdem an.
Aktuelle Tachostände:
Baron 6140 Km (das heisst, ich habe dieses Jahr etwa 1000 Km mit ihm gefahren)
Streetmachine GT 7674 Km (heuer also 1774 Km)
Speedmachine 6177 Km (2677 Km in dieser Saison)
Man sieht daraus, dass sich der Trend
des letzten Jahres fortgesetzt hat. Die Speedmachine ist nachwievor mein
absolutes Alltags- und Reiserad und hat der Streetmachine GT längst
den Rang abgelaufen. Dabei sah es im Frühjahr eigentlich noch ganz
anders aus: ich bin nämlich die Lothringen-Tour
mit der Streetmachine GT gefahren und hatte so Spass an dem Rad, dass
ich zeitweise sogar mit dem Gedanken spielte, die Speedmachine zu verkaufen
und mit dem Erlös einen Grasshopper
für Margrit zu finanzieren - denn ich dachte, ich könnte alle
schnelleren Fahrten ja wohl mit dem Baron erledigen. Aber bald waren diese
Gedanken wieder passé, denn später im Jahr habe ich die Speedmachine
erneut für mich als super Allrounder entdeckt, bin sogar mehrmals
mit diesem Rad verreist und die Streetmachine GT hing ungebraucht im Velokeller
am Haken...tja...so kann's gehen...man kann es drehen und wenden, wie
man will, die Speedmachine deckt einfach viele Bereiche ab: es ist eine
komfortables, reichlich schnelles Rad, es eignet sich prima für Touren
und Radreisen, bei denen man nicht mehr als zwei Gepäcktaschen mitnehmen
will und es ist auch im Alltag gut einsetztbar. Dasselbe gilt natürlich
auch für die Streetmachine GT- nur ist dieses Rad einfach behäbiger
und langsamer. Und manchmal fehlt mir genau dieses Quentchen an Spritzigkeit.
Und der Baron? Einfach ein Rad für die schnelle Tour! Klar, die Versuchung,
dieses Rad irgendwie reisetauglich zu machen, ist natürlich da...vorne
ein drittes, kleines Kettenblatt...Schutzbleche...und dann eventuell Liegeradtaschen
von Radikal, und schon geht die Post ab...aber letztendlich ist
der Geschwindigkeitsunterschied zwischen Baron und Speedmachine (bei meiner
Fahrweise und meiner physischen Beschaffenheit) dann doch nicht sooo gross,
dass sich das alles lohnen würde. Zudem ist mir auf Radreisen natürlich
die Federung wichtig und die Möglichkeit, auch Feld- und Waldwege
benutzen zu können - und da stösst man beim Baron bald an Grenzen.
Also bleibt der Baron mein Freizeitspass und kommt wie gehabt dann zum
Einsatz, wenn ich alleine meine Tagestouren unternehme.
Reparaturen und Pannen gab's nicht gross. Sowohl bei der Streetmachine
GT als auch bei der Speedmachine brach der Haltedraht für das hintere
obere Kettenrohr und beide Räder fahre ich mittlerweile ohne dieses
Rohr. Beide Räder haben etwas dickere Reifen bekommen, die SMGT sogar
einen fetten Marathon ZR, um Frankreichs grobem Pflaster gerecht zu werden.
Aber das war's dann schon auch.
Und: ich hab mich doch tatsächlich ans Helmtragen gewöhnt! Man
möcht's nicht glauben!
>> nach oben
Zwei Liegerad-Sommer ~ ca. 10.000 Liegerad-Kilometer
Es zeigen an die Tachometer meiner 3 Liegeräder: Streetmachine GT
- 5900 km...Speedmachine 3500 km... Optima Baron 700 km. Wenn ich das
zusammenzähle, komme ich auf rund 10.000 Kilometer seit März
2004. Zeit für ein Resümee, eine Zwischenbilanz und eine erneute
Beurteilung der 3 Räder und das Liegeradfahren als solches?!
Die Streetmachine GT (SMGT). Eigentlich
wollte ich sie ja in diesem Sommer verkaufen, weil ich sie wegen der anderen
beiden Räder kaum mehr gefahren bin. Aber es hat sich kein Käufer
gefunden, der bereit gewesen wäre, den von mir veranschlagten Verkaufspreis
zu zahlen und als Schnäppchen wollte ich dieses hochwertige Rad nun
auch nicht gerade losschlagen. Es ist gut, dass es gekommen ist, denn
nach ein paar Touren mit Margrit hab ich in den letzten Wochen festgestellt,
dass wir zusammen mit der SMGT und Margrits Delite Blue immer einen guten
gemeinsamen Rhythmus finden - mit den schnellen Rädern setze ich
Margrit eher unter Druck, was ja nicht Sinn und Zweck der Sache ist. Ausserdem
macht das Velo schon auch Spass, es fährt sich irgendwie cool mit
dem Untenlenker und es ist eben wirklich ein sehr komfortables Rad, auch
wenn ich die Fahreigenschaften im Vergleich zu den anderen Rädern
etwas unruhig finde. Ich mag die "stinknormalen" V-Brakes an
der Streetmachine GT sehr gerne, sie sind problemlos, gut zu dosieren
und quietschen, schleifen oder kreischen nicht. Also bleibt das Rad jetzt
bis auf weiteres bei mir und wird immer dann zum Einsatz kommen, wenn
Margrit und ich gemeinsam losziehen.
Die Speedmachine ist dagegen
meine "eierlegende Wollmilchsau" geworden - sie ist zu meinem
Alltagsrad mutiert! Ich fahre damit zum Einkaufen, in die Arbeit, sie
kommt bei Reisen zum Einsatz. Das Handling ist prima, die Obenlenkung
funktioniert intuitiv, der Geradeauslauf ist viel besser als bei der Streetmachine
und sie verfügt über ein recht grosses Geschwindigkeitspotential.
Durch die Vollfederung ist sie auch noch ähnlich komfortabel wie
die SMGT. Seit ich hauptsächlich mit der Speedmachine unterwegs bin,
haben sich auch meine Knieschmerzen verringert, die bei der SMGT immer
noch latent vorhanden waren. Irgendwie passt mir die Speedmachine wie
angegossen. Zwei Aspekte gibt es, die mir nicht so gefallen: durch die
hintere, schräge Strebe des Gepäckträgers lassen sich meine
betagten Ortlieb-Gepäcktaschen nicht optimal montieren und der hintere
Verschluss der Taschen kann nicht richtig greifen, sodass ich sie auf
Touren mit einem Spanngummi fixieren muss. Und die serienmässig verbauten
mechanischen Tektro-Scheibenbremsen sind recht geräuschintensiv.
Leider kann man die Speedmachine (zumindestens meine) nicht auf V-Brakes
umrüsten. Trotz alledem ist die Speedy mittlerweile mein Rad für
alle Fälle geworden.
Mit dem Optima Baron, den ich
im Sommer gebraucht gekauft habe, steht mir noch ein Entwicklungsprozess
bevor. Die ersten paar hundert Kilometer hab ich mich gefühlt, als
ob man einem Fahrschüler einen Ferrari in die Hand drückt: immer
nur Vollgas gegeben, egal ob es die Strassenverhältnisse erlauben
oder nicht...ich bin deswegen zweimal in brenzlige Situationen geraten,
als mich Autofahrer entweder übersehen haben oder meine tatsächliche
Geschwindigkeit falsch einschätzen - und es war eindeutig meine Schuld...
Dabei ist der Baron kaum tiefer als die Speedmachine, mit der ich noch
nie Sichtbarkeitsprobleme hatte. Seit den letzten beiden Touren wächst
allerdings auch langsam ein umfassenderes Gefühl für dieses
Rad, man kann nämlich damit auch gemütlich cruisen und erst
dort Gas geben, wo es auch Sinn macht. Auch dieses Velo passt mir optimal.
Und obwohl das Rad keine Federung hat, ist es bequem genug. Es ist halt
ein Strassenrennrad und Fahrten auf Feldwegen sind zwar halbwegs möglich,
aber wie beim Upright-Rennrad eben nicht wirklich ein Vergnügen.
Im Augenblick warte ich noch auf eine speziell für Tieflieger ohne
Gepäckträger konzipierte Tasche, um wenigstens Werkzeug und
Proviant mitnehmen zu können - dann ist das Rad geeignet für
schnelle Trainingstouren.
Und wie ist es denn nun generell, so
mit dem Liegerad unterwegs zu sein, unabhängig vom Modell? Nachteile
gibt es sehr wohl: man ist mehr oder minder auf Brennessel-Höhe...am
ausgeprägtesten mit dem Baron bei 32 cm Sitzhöhe..das sollte
man tunlichst einkalkulieren.
Begegnungen mit Hunden laufen anders ab als mit dem Upright. Aus irgendeinem
Grunde erschrecken sich Hunde durch das Liegerad, oder/und werden aggressiv.
Hab mir schon mal gedacht, dass die pedalierenden Beine ganz vorne oben
für den Hund vielleicht wie ein mahlendes Gebiss eines grossen Tieres
wirken mögen? Dumm ist natürlich, dass dann mein Kopf natürlich
recht niedrig ist...aber in dieser Saison hab ich mir fest eingeredet,
dass ich kein Feindbild zu diesem Tier aufbauen will - und siehe: es hat
funktioniert!!!
Bei Regen wird man um die Körpermitte herum unangenehm nass, da die
herkömmlichen Regenjacken den Reissverschluss vorne haben und da
dann das Wasser durchsickert.
Ob es nun ein Vorteil oder ein Nachteil
ist, dass man mit dem Liegevelo generell Aufsehen erregt, darüber
entscheide ich je nach Tagesstimmung. Manchmal nervt es mich gewaltig,
wenn alles und jeder seinen Kommentar abgeben muss, wenn man vorbeiradelt...
Die Vorteile überwiegen aber für mich: die Räder sind sehr
komfortabel, körperliche Beschwerden gehören der Vergangenheit
an. Und das Allerwichtigste - der Fahrspass!!! Wie schon weiter oben erwähnt
bin ich noch nie soviel Velo gefahren wie in den letzten zwei Jahren...ich
denke das spricht für sich...
>> nach oben
Manchmal will mir das Universum einen Streich spielen. Es kommt mir fast
wie eine Art Revanche vor: am Mittwoch hatte ich das Glück, bei einer
Diskussionsrunde mit dem Dalai Lama an der Zürcher Uni als Zuhörer
beizuwohnen, dagegen musste ich gestern, als der Optima Baron endlich
postlagernd angeliefert wurde, im Büro Überstunden machen und
konnte das ersehnte Paket erst heute Morgen in Empfang nehmen. So kann's
geh'n. War eine unruhige Nacht. Aber wie es eben mit Wartezeiten im Allgemeinen
so ist: sie gehen vorbei! Auch wenn man es im Augenblick des Wartens nicht
glauben möchte. Also: Paket in Empfang genommen, ausgepackt, Lenker
und Pedale richtig angeschraubt und schon kann es losgehen.
Das Rad ist relativ leicht und kleiner, als ich es mir vorgestellt habe.
Der Tiller-(Deichsel)Lenker fühlt sich ungewohnt an und ich kann
mich nicht einfach draufsetzen wie bei der Speedmachine, sondern brauche
etwas länger, bis ich mich "eingefädelt" habe. Die
ersten Meter sind natürlich wackelig, ist klar, aber es geht erstaunlich
gut. Nach einer ersten Proberunde mit ca. 20 km komme ich schon ganz gut
damit zurecht. Der Baron ist seit 4 Jahren wieder das erste Velo, dass
überhaupt nicht gefedert ist. Trotzdem - wohlgemerkt es ist ein Strassenrad
- ist es leidlich komfortabel, die mitgelieferte dicke Sitzmatte schluckt
einiges und ich vermisse die Vollfederung nicht wirklich.
Wieder zuhause montiere ich mir erstmal meine geliebten Pedalhaken (demnächst
werde ich wohl auf Clickpedal/Systemschuh umrüsten) und zwei Flaschenhalter
mit Kabelbinder an die Löcher im Sitz, die schon vor mir jemand gebohrt
hat. So kann ich eine Wasserflasche mitnehmen und eine Plastikflasche,
in die ich Flickzeug und Notfallwerkzeug stecke. Die Luftpumpe klebe ich
mir einstweilen mit Klebeband an den Rahmen. Hier wird's noch andere Lösungen
geben, wahrscheinlich kaufe ich mir eine von diesen holländischen,
auf Tieflieger zugeschnittenen Radical-Taschen. So gerüstet geht's
nochmals los, diesmal auf meine Feierabendstrecke um den Greifensee. Das
sind gut 40 km Rundkurs, von meiner Haustür aus gerechnet.
Mit der Zeit werde ich sicherer auf dem Rad und fahre einen 24er Schnitt,
obwohl ich gar nicht alles "gegeben" habe und noch unsicher
in den Kurven bin.Wenn ich Touren fahre und nicht auf Höchstgeschwindigkeit
aus bin und Kräfte sparen will, dann lande ich automatisch bei einer
gewissen
"Wohlfühlgeschwindigkeit", das ist ein Tempo, bei dem ich
relaxt vor mich hin pedaliere und meinen Gedanken freien Lauf lasse. Bei
der Streetmachine GT liegt dieses Tempo bei 17-18 KmH, bei der Speedmachine
bei etwa 23 KmH und heute mit dem Baron meine ich, es waren 26-27 KmH.
Das sind natürlich alles ganz subjektive Werte. Jedenfalls scheint
der Baron noch mal ein gutes Stück schneller zu sein als die Speedmachine.
Bergauf sowieso. Im Augenblick ist die Übersetzung noch suboptimal,
da müssen noch leichtere Gänge her, damit ich bergauf die Knie
nicht zu sehr beanspruche.Soweit ein erster Erfahrungsbericht nach etwa
60 km mit dem Baron. Das Allerwichtigste: das Rad macht Spass! Und es
ist mein Schönstes! Jawohl. Jetzt brauch ich nur noch ein passendes
Trikot für das türkisgrüne Rad... *hüstel*
>>
nach oben
Nachdem die Speedmachine also mit Schutzblechen und Gepäckträger
alltagstauglich hochgerüstet wurde und inzwischen etwas schwerer
geworden ist, spiele ich seit Anfang Mai mit dem Gedanken, mir zusätzlich
ein leichteres Liegerennrad zuzulegen, denn das Geschwindigkeitspotenzial
der Speedmachine hat Appetit auf noch mehr gemacht. Und wie's der Zufall
so will, bekomme ich just in diesem Augenblick einen gebrauchten Optima
Baron angeboten. Zufall? Kismet? Zwar warte ich jetzt, Ende Juli,
noch auf den Kurier, der mir das Velo vom gegenwärtigen Standort
in Norddeutschland anliefert und wahrscheinlich nächste Woche an
meine Tür klopfen wird, aber gedanklich setze ich mich natürlich
schon seit geraumer Zeit mit dem Renner auseinander und bin voller Vorfreude.
Im Augenblick herrscht bei mir eine gewisse Ausdünnungs-Tendenz vor,
sprich: ich möchte mein Hab und Gut reduzieren. Und da ich ausser
Büchern und CD's eigentlich nur Musikinstrumente und Fahrräder
mein Eigen nenne, beginne ich einfach mal damit. "Travelling light"
ist zur Zeit das Motto, also Reisen mit wenig Gepäck - im reellen
wie im übertragenen Sinne. Ich hänge mein Herz an materielle
Dinge, das gebe ich zu. Meine Gitarren und meine Velos stehen mir nahe,
ich baue einen emotionellen Bezug zu ihnen auf und sie sind nicht nur
Metall und Kunststoff und Gummi und Holz, sondern auch Wegbegleiter und
so eine Art Freund oder Kamerad. Und doch tut es mir leid, wenn sie dann
in der Ecke herumstehen oder im Fahrradkeller ihr Dasein fristen, weil
meine eigene Entwicklung weiter voran geschritten ist und ich andere "Werkzeuge"
benötige, um mich neu zu definieren und auszudrücken. Im Moment
brauche/will ich zwei Räder haben: ein Alltags-/Reiserad und ein
Rennrad. Nicht mehr und nicht weniger. Und so kam es bisher zum Verkauf
zweier wichtiger Meilensteine in meiner Fahrrad-Historie. Und das Rad,
das meine bisherige Entwicklung in diesem Bereich in eine völlig
andere Richtung lenkte, nämlich mein allererstes Liegerad, die HP
Velotechnik Streetmachine, steht ebenfalls wegen Nichtbenutzung zum Verkauf.
Tja...das Delite Black und das Utopia London...zwei wichtige Eckpunkte.
Ich hab sie verkauft. Kaum zu glauben, ich konnte mich wirklich von ihnen
trennen! Unter uns gesagt: es war nötig! Nachdem ich jetzt lange
genug mit Liegerädern unterwegs bin und es während dieser Zeit
keine einzige Situation gab, bei der ich mir ein "normales"
Rad gewünscht hätte, standen die beiden Räder nur mehr
ungebraucht im Abseits. Und das haben sie ja schliesslich auch nicht verdient,
denn beide sind hochwertige und auf ihren Einsatzzweck hin optimierte
Räder. Beide Velos scheinen einen Besitzer gefunden zu haben, der
sie fahren und gebrauchen wird - dann dafür sind sie gebaut.
>>
nach oben
Ja, was kann noch kommen? Man möcht's nicht glauben, aber es gibt
immer noch eine Steigerung, eine Weiterentwicklung... Da es - im Gegensatz
zum Upright - auf dem Liegerad nicht möglich ist, sich einen Rucksack
umzuschnallen, in dem man Werkzeug, Proviant und Kleidung unterbringen
kann, wurde die Speedmachine nun mit einem Gepäckträger und
auch noch mit Schutzblechen nachgerüstet, um nicht nur auf Schönwetter-Feierabend-Ausfahrten
reduziert zu bleiben, sondern auch bei Tagestouren zum Einsatz zu kommen.
Und allmählich wird die Speedmachine
nun zum absoluten Tourenrad - State of the Art sozusagen! 750 km bin ich
zwar erst damit gefahren, aber der Fahrgenuss im Vergleich zur Streetmachine
GT ist nochmals ein ganz anderer. Der Komfort ist im Gegensatz zur Streetmachine
der Gleiche, aber das Fahrverhalten macht deutlich mehr Spass! Zum einen
lenkt sich das Rad durch die Obenlenkung viel intuitiver und direkter,
zum anderen ist es nochmals ein gutes Stück schneller und die niedrigere
Sitzposition bietet noch mehr Fahrspass bei ausreichender Übersicht
im Verkehr.
Die Streetmachine GT ist im Augenblick zum Alltagsrad mutiert und wird
wohl durch ihre Zulade-Kapazität für all jene Radreisen Verwendung
finden, bei denen ich die Campingausrüstung mitschleppe. Für
alle anderen Reisen jedoch, bei denen zwei Packtaschen ausreichen, wird
die Speedmachine die erste Wahl sein.
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