 |
>> zurück zum aktuellen Logbuch
Frühlingsanfang. Anders kann man dazu
nicht sagen. Endlich. Wie sonst soll man das freudige Ereignis feiern
als mit zwei Velotouren? Genau! Gesagt getan. Dabei allerlei Federvieh
gesehen: einen Schwarzstorch, mehrere Weissstörche, einen Silberreiher,
einige Kiebitze und eine Schafstelze. Ansonsten blüht der Mensch
einfach genauso auf wie die Schneeglöckchen am Waldesrand,
wenn die Tage länger werden und die Temperaturen steigen.
Die Speedmachine ist einfach ein schönes
Bike, kann man sagen was man will! Das Foto stammt von
hier.
Man sieht schon: ich brauche wieder Farbe!
Nichts gegen schwarz/weiss! Manchmal neigt der Mensch einfach dazu,
alles polarisiert zu sehen, das ist OK. Aber jetzt ist wieder Farbe
angesagt. Ausserdem will ich Frühling! Das sagt doch schon
alles, oder nicht? Und wenn ich schon keinen Einfluss auf die Zeitläufte
nehmen kann und geduldig abwarten muss, bis es in acht oder zwölf
Wochen endlich soweit ist, so will ich zumindest mein Umfeld etwas
farbiger gestalten. Ausserdem, alter Landstreicher der ich bin,
träume ich schon wieder von blauen Weiten und so weiter und
so fort.
Letzthin hab ich eine Website mit Luftfotos meiner Heimat, dem Oberpfälzer
Wald, gefunden. Eine Kostprobe gibt es weiter unten. Und die Website
kann man hier
besuchen. Dort kann man übrigens auch schön Urlaub machen
- und nicht nur Radfahren!


Es ist das Loch. Das Januarloch. Alle reden
drüber, aber keiner tut was dagegen! In den Zeitungen geben
sie uns Tipps, wie man damit fertig wird und mir fällt auch
nicht gross was dazu ein. Die Räder schlummern im Keller und
waren auf wärmere Temperaturen und freie Wege.
Und während ich zur Zeit so gar nicht kreativ bin, tut sich
in meinem Umfeld dagegen was: mein Freund und musikalischer Begleiter
Gordon hat eine neue Website und ein neue musikalische Identität
auf den Weg geschickt.
Hier kann man vorbeisurfen.
Heute hab ich mir völlig nüchtern
und bei klarem Kopfe, absolut total bewusst und in jeder Hinsicht
absichtlich die neue CD von Chris de Burgh gekauft! Jetzt hat das
weihnachtliche Konsumbombardemong also auch mich ausgehölt
und zermürbt, denn anders kann ich's mir nicht erklären.
Lockstoff war die Songliste - der Barde nimmt sich auf diesem Album
diverser Beatlessongs an und interpretiert auch gewisse Lieblingssongs
meinerseits, zB. All
along the watchtower und American
pie - und da wird unsereins dann halt doch neugierig. Ich
behaupte ja nicht, dass er's nicht könne und dass es nicht
perfekt wäre, aber ich find's ein bisserl langweilig, besonders
wenn ich an frühere Zeiten denke, an Alben wie Eastern
Wind oder Crusader.
Krissdebörg ist dann halt doch nicht Brian Ferry.
Da lobt man sich einfach Sven
Regener.
Den kann man einfach irgendwie immer ernst nehmen.
Der schreibt unspektakulär gute Romane und das was er mit Element
of Crime abliefert, ist definitiv auch Musik für die
sprichwörtliche einsame Insel.
Ich habe beschlossen, die Rubrik "News"
mit dem Logbuch hier zusammen zu legen. Meistens hab ich meine Neuigkeiten
sowieso auch hier im Logbuch Kund getan. Und so tue ich jetzt auch
Kund, dass ich meine Musikseite neu überarbeitet und drei neue
Songs zum Download bereitgestellt habe. Wer das mag, der klicke
hier.
Verfluxt! Ich weiss, es könnte schlimmer
sein: ein Schneesturm...meterhohe Schneewehen...vereiste Strassen...schliesslich
haben wir ja Dezember. Und deswegen will ich mich ja gar nicht gross
darüber beschweren, dass ich das funkelnagelneue Flux auf der
ersten Fahrt im Platzregen die 35 Kilometer von Haso
bis nach Hause gefahren bin. Immerhin gibt das so gesunde rote Wangen.
Zwischen meinen Flüchen hatte ich immerhin auch noch Zeit,
mir darüber Gedanken zu machen, ob das alles nun ein schlechtes
Omen für die "Beziehung" zwschen dem neuen Rad und
mir ist. Zuerst diese lange Wartezeit und verzögerte Auslieferung
und dann auch noch dieses Sauwetter...wie dem auch sei: die erste
Fahrt hat trotz allem Spass gemacht. Ist ein schönes Rad, mein
schwarzes Ross. Ich werde es Fury taufen!

Von Wegen! Schön wär's ja! Aber das
ist das Rad eines Fluxfahrers, der meine "Leidensgeschichte"
mitverfolgt und der mir dieses Bild zur Erbauung gesandt hat (Danke
Thomas ;-) ). Was soll's, ich warte jetzt nun schon fast zwei Monate
auf das Rad und draussen ist eh mehr oder minder der Winter eingekehrt
und bis zur nächsten Radreise wird das Flux schon da sein.
Ich lebe immer noch meine private Beatlemania aus, indem ich mich
grad der Bücher von Geoff
Emerick und George
Martin widme, die beide als Toningenieur bzw. Produzent
massgeblich für den Beatlessound verantwortlich waren. Natürlich
läuft auch noch anderes, zum Beispiel im Augenblick des Tippens
dieser Zeilen die CD "Surf-N-Burn" von den Blue
Stingrays. Cooles Zeugs, kann ich nur sagen! Ich weiss,
sowas muss man mögen. Ich mag's...
Mist! Immer noch kein Flux
in Sicht! Das schrob ich schon vor einer Woche! Was tun? Trübsal
blasen? Wäre eine Möglichkeit. Eine. Eine andere: sich
der Beatlemania hingeben! Jawohl! Ist ja nun nicht so, dass ich
zuhause dauernd Beatles
hören würde. Hab mir aber neulich - man gönnt sich
ja sonst nichts - eine ausgiebige Doku über die Fab Four geleistet
und jetzt weiss ich auf einmal wieder, warum ich singen und Gitarre
lernen wollte...ab und zu vergisst man das schon mal. Ach Gottchen...der
Soundtrack meiner Jugend! Es ist nicht schlechter geworden mit den
Jahren, im Gegenteil. Will hier nicht gross über die heutige
Musikszene und die Qualität der heute produzierten Musik wettern
(da spielt natürlich auch der Generationskonflikt mit hinein),
jedoch höre man sich beispielsweise Eleanor Rigby, While my
guitar gently weeps, Things we said today, Ticket to ride und dergleichen
an und/oder das progressive Spätwerk und...naja...da weiss
man plötzlich wieder, wo der Hammer hängt und der Bartl
den Most holt...oder so. Und wer, bitte, verbreitet heutzutage noch
soviel positives Lebensgefühl mit genau dem Quentchen Melancholie?
Eben! Mein absolutes Lieblingsalbum ist immer noch das weisse
Doppelalbum mit all seiner Vielfältigkeit und den Schrullen...
Lady Madonna, children at your feet
Wonder how you manage to make ends meet
Who find the money when you pay the rent
Did you think that money was heaven sent
Friday night arrives without a suitcase
Sunday morning creeping like a nun
Monday's child has learned to tie his bootlegs
See how they run
Lady Madonna, baby at your breast
Wonders how you manage to feed the rest
Pa pa pa pa...
See how they run
Lady Madonna lying on the bed
Listen to the music playing in your head
Tuesday afternoon is never ending
Wednesday morning papers didn't come
Thursday night you stocking needed mending
See how they run
Mist! Immer noch kein Flux
in Sicht! Immerhin weiss ich warum (Lieferengpass bei der
Vorderradgabel) und wie lange ich noch warten muss (10 - 14 Tage).
Also: keine Panik! Ausserdem gab's heute eh den ersten Wintereinbruch
und da denkt man dann plötzlich nur mehr daran, wie schön
es doch eigentlich ist, als erster seine Stiefel in eine jungfräuliche
Schneedecke zu setzen - frühmorgens um 6:15 auf dem Weg ins
Büro...
Und sonst? Genau die Jahreszeit, um sich die Zeit mit Reiseberichten
zu vertreiben! Ganz besonders zu empfehlen natürlich Michael
Palins Dokumentationen, egal ob als Lektüre oder Film
oder via Besuch seiner Website.
Nachdem ich seine anderen Reisedokus schon in und auswändig
kenne, hab ich jetzt endlich die New
Europe käuflich erworben.
Bitte Michael, tu uns den Gefallen und mach noch ein paar so schöne
Reisen!
Ist irgendwie schon der Wahnsinn. Draussen ideales Velowetter
und ich warte auf mein Flux!
Meine beiden anderen Bikes sind eifersüchtig und reagieren
beleidigt: letztes Wochenende hab ich mit der Speedmachine einen
Platten gefahren und heute mit dem Scorpion. Tststs...so richtige
Diven sind sie, meine Räder! Dabei werden sie doch nicht ausgemustert,
sondern bekommen lediglich neuen Familienzuwachs...
Ansonsten bin ich zur Zeit wieder mal im Jacques Tati-Fieber und
tu mir dann (per Video) so Sachen wie "Die Ferien des Monsieur
Hulot", "Mon Oncle" oder "Jour de Fête"
an. Das Problem ist einfach, dass Tatis Filme so Appetit auf Frankreich
im allgemeinen und die Bretagne (im Falle von "Die Ferien des
Monsieur Hulot) im besonderen machen! Tja...wie soll ich sagen...man
kann nicht überall gleichzeitig sein...äh... *hüstel*
Gibt's da draussen eigentlich ausser mir noch andere Jacques Tati-Fans?
Was noch? Jaaaaa...die Musik! Udo war bisher nicht so mein Fall,
aber seit ich durch Zufall auf seine neue Scheibe aufmerksam gemacht
wurde, dreht sich dieses Ding doch tatsächlich sehr oft auf
oder in meinem CD-Player. Man möcht's nicht glauben! Aber...echt...schönes
reifes Werk! Manchmal tut's einfach gut, dass die Altvorderen noch
solche Arbeit abliefern! Ich meine: angesichts des Schwachsinns,
der einem sonst so ins Hirn geschraubt wird...
Wie vertreibt man sich denn nun die Zeit, wenn man eigentlich
auf ein neues Velo
wartet? Genau! Man ruft sich ins Gedächnis, dass man ja auch
noch zwei andere Räder hat, mit denen das Tourenfahren Spass
macht und geniesst das schöne Herbstwetter! So geschehen letztes
Wochenende. Wer's noch nicht weiss: nördlich des Zürichsees
gibt es einen kleineren See, den Greifensee. Und dort kann man prima
wandern, radeln, die Natur geniessen und sich über rund ein
Dutzend Störche freuen, die überhaupt nicht in den Süden
fliegen wollen...
Hilfe! Was für eine Aufregung! Nicht nur ist der neue Reisebericht
meiner Augustreise
online...nein...auch in meinem Fuhrpark wird es bald eine Veränderung
geben. Werde mir ein rabenschwarzes Flux
S800 gönnen. Ein klassischer unten gelenkter Reiselieger
muss wieder her. Mehr dazu auf der Velomania-Seite.
Bin wieder im Lande! Schon seit fast zwei Wochen. Das ist das
Dumme an der Ferienzeit: sie vergeht genauso schnell wie der Alltag,
wenn nicht sogar noch schneller. Ist ja alles relativ, das wissen
wir seit Einstein. Mein Reisebericht ist in Arbeit und wird in Kürze
auf der Website zu lesen sein. Mehr verrate ich noch nicht. Allerdings
verrate ich gerne die Adresse eine witzigen Website:
The
Teddy Files. Mark Sukhija, einer meiner Bekannten, berichtet
dort von den Erlebnissen seines Alter Egos. Lesens- und sehens-
und schmunzelnswert!
Uns sonst? Ach ja, eigentlich ganz wichtig: ich verkaufe meinen
Optima Baron. Wer Interesse an einem schnellen Tieflieger hat, der
kann sich gerne bei mir melden. Details dazu findet ihr hier.
Ist ja eigentlich schon immer wieder eine besondere Zeit, die
letzten Tage bis zum Beginn einer Reise. Zuhause stapeln sich die
Ausrüstungsgegenstände, das Fahrrad wird nochmals durchgecheckt,
die Wettervorhersagen argwöhnisch verfolgt und so weiter und
so fort. Und ausgerechnet heute regnet es draussen wieder mal in
Strömen. Mein Zug geht in zwei Stunden und ich werde wohl gleich
zu Beginn die Regenmontur benötigen, um halbwegs trocken am
Bahnhof anzukommen. Wie oft hab ich das nun schon so erlebt? Nun,
sei's drum...so ist das eben... Lieber noch kurz einen Themawechsel:
kann zur Zeit zwei schöne Alben empfehlen:
Raising Sand - Robert Plant & Alison Kraus.
Country-Folk-Rock'n'Roll vom Led Zep-Sänger und der Country-Chanteuse.
Schöner Zusammenklang der beiden Stimmen.
First Underground Nuclear Kitchen - Glenn Hughes.
Funk & Rock vom ehemaligen Deep Purple-Mitglied.
Und schon sind wir wieder in der zweiten Jahreshälfte.
So schnell geht das. Kaum gewöhnt man sich daran, dass man
abends nach Feierabend noch die ein oder andere Velotour unternehmen
kann, schon werden die Tage wieder kürzer. Allmählich
und unmerklich obzwar, aber trotzdem. Bin zur Zeit in einer Zwischenphase:
die grosse Radreise abgeschlossen und eine weitere in Vorbereitung.
Ende August ziehe ich nochmals los, alleine mit der Speedmachine.
Wieder wird Deutschland der Austragungsort sein, wieder starte ich
eher im Norden des Landes.
Und sonst war mir wieder mal nach einem Tapetenwechsel zu Mute.
Die Website musste wieder mal in einem anderen Gewand erscheinen.
Schwarz/weiss und nüchtern ist es diesmal. Warum eigentlich?
Keine Ahnung...fiel mir einfach so ein...
Und jetzt ist er online, der Bericht unserer Mega-Reise von
Flensburg nach Friedrichshafen...nachzulesen hier.
Begegnungen sind es doch, die unserem Leben Farbe und Würze
geben! Begegnungen mit den Mitgeschöpfen, mit denen wir diesen
Planeten teilen. Wenn man Deutschland von Nord nach Süd durchquert,
von der Ostsee zum Bodensee, von Flensburg nach Friedrichshafen,
wie wir es in den vergangenen Wochen getan haben, dann kann es durchaus
passieren, dass man Schönheiten wie dieser Ringelnatter von
Angesicht zu Angesicht gegenüber steht. Beziehungsweise gegenüber
liegt, wie ich es getan habe. Geduldig hat sie sich fotografieren
lassen. Vielleicht hat sie geahnt, dass ich Schlangen schon immer
mochte und ihr nie was zuleide tun würde? Ein Reisebericht
ist in Arbeit...wer diesen lesen möchte, der mag in ein paar
Wochen mal auf meiner Seite stöbern...
Ich bin dann mal weg. Oder so. Siehe Bild. Sieht es nicht schön
aus, mein bepacktes Ross? Speedy freut sich auf die Tour...seht
nur, wie es mit den Hufen scharrt! Wiii haaa haaaa..... ;-)
Was wäre ein Osterfest ohne obligatorischen Kurztripp zum
Bodensee? Unserer "Tradition" entsprechend waren wir natürlich
auch dieses Jahr dort unterwegs! Diesmal allerdings ohne Velos,
dafür auf Schuster Rappen...war auch nicht schlecht! Einen
Reisebericht in diesem Sinne gibt es keinen, dafür aber ein
paar Fotos vom See...beim diesjährigen durchwachsenen Wetter
wechselte der See fast stündlich sein Gesicht...
Ich hab meine Malerei-Seite
wieder mal neu gestaltet. Jetzt kann man Bilder aus verschiedenen
Schaffensphasen begutachten.
Länger nichts geschrieben, sehe ich gerade. Wird hiermit
nachgeholt. Was gibt's Neues? Die Ausstellung fast vorbei - es kehrt
wieder Ruhe ein. Natürlich nicht wirklich. Aber so ein bisschen
schon. Frühling wird's, sagen die Amseln. Denn die tun schon
wie verrückt, morgens wenn ich zur Arbeit gehe. Die Reiseplanung
für diese Saison läuft auch schon auf Hochtouren - es
wurden schon Zugtickets erstanden! Wohin sag ich noch nicht! Weil's
mir grad danach ist und weil immer noch der Band mit Christian Morgensterns
"Galgenliedern" vor mir auf dem Schreibtisch liegt, hier
nochmals eine Probe seines..äh.."höheren Blödsinns":
Die Rehlein beten zur Nacht,
hab acht!
Halb neun!
Halb zehn!
Halb elf!
Halb zwölf!
Zwölf!
Die Rehlein beten zur Nacht,
hab acht!
Sie falten die kleinen Zehlein,
die Rehlein.
Prima Sache eigentlich - wenn nur nicht dieser bittere Nachgeschmack
auf der Zunge wäre...die Rede ist vom Wochenendwetter. Über
10 Grad plus. Selbstredend habe ich die Sonne auf dem Velo genossen
und meine Runden gedreht. So gesehen hat der Klimawandeln auch sein
Gutes...aber eben nur so gesehen. Und sonst? Die Ausstellung steht
vor der Tür, der Countdown läuft, bald ist es soweit...
Wie sich das schreibt. 2008. Brauche wohl wieder ein Weilchen,
bis ich mich daran gewöhnt habe. Fing gut an, das neue Jahr.
Und das alte klang auch gut aus. WWW hiess für uns diesmal
nicht "Wörld Weid Web" sondern
"Wir waren wellnessen". Hat gut getan...thermalbadplantschenspazierengehentanzbeinschwingen...und
so...und man möcht's nicht glauben, anderorts gibt's sogar
Schnee. Wer ein empfehlenswertes Wellness-Ressort sucht, möge
mal hier vorbei
surfen.
Wünsche Euch ein frohes neues Jahr!!!
Darf man schon? Soll man schon? Sind ja noch ein paar Tage hin
bis zum Weihnachtsfest und dem Jahreswechsel. Ich wünsche Euch
allen aber trotzdem schon ein frohes Fest und einen guten Rutsch
ins neue Jahr!
Möge das nächste Jahr ein frohes und friedvolles werden!
Hier noch was von Christian Morgenstern...hab ich grad wieder entdeckt:
Die Möwen sehen alle aus
als ob sie Emma hießen.
Sie tragen einen weißen Flaus
und sind mit Schrot zu schießen.
Ich schieße keine Möwe tot,
ich laß sie lieber leben -
und füttre sie mit Roggenbrot
und rötlichen Zibeben.
O Mensch, du wirst nie nebenbei
der Möwe Flug erreichen.
Wofern du Emma heißest, sei
zufrieden, ihr zu gleichen.
Es geht voran...es passiert was...
Das neue Keralasuite-Album 'Rasend langsam flog die Zeit' ist fertig.
Die Songs kann man hier
gratis downloaden. Gleichzeitig habe ich die Keralasuite-Site umgestaltet.
Und im Februar gibt es eine Aquarellausstellung. Wieder stelle ich
meine Bilder in Zürich in der Galerie Frankengasse aus. Die
Einladung dazu gibt es hier.
Ein Tag mit Lindenblütentee und Honig auf dem Sofa. Man nennt
das Erkältung. Ist natürlich doof, weil man ausser schlafen,
lesen und das Fernsehangebot plündern nichts unternehmen kann.
Ausser Musik hören.
Zum Beispiel Neil Young.
Zum Beispiel das Album Rust
never Sleeps.
Zum Beispiel den Song "Pocahontas":
...I wish a was a trapper
I would give thousand pelts
To sleep with pocahontas
And find out how she felt
In the mornin on the fields of green
In the homeland we've never seen...
Na...die Vorstellung, mit Pocahontas...äh...näher
bekannt zu werden, wärmt einem natürlich schon auch ein
bisschen das Herz...mögen die Viren dadurch vertrieben werden...

Brrrrrr...Herbst. Draussen regnet und stürmt es. Heute
jagt man wirklich keinen Hund aus dem Haus. Naja...den Hund, so
man einen hält, natürlich schon. Muss ja Gassi gehen,
so ein Tierchen. Aber ich, der ich mich mit Fug und Recht als stubenrein
bezeichnen kann, setze heute keinen Fuss vor die Tür. Was aber
tun? Genau: sich irgendwie inspirieren lassen und entweder dem letzten
Sommer hinterher sinnen oder aber der kommenden warmen Jahreszeit
entgegen fiebern. Oder vielleicht ein bisserl schmökern. Kurt
Tucholsky passt da ganz gut. "Rheinsberg" zum Beispiel.
Das ist kurzweiliges Amüsement.
Oder sich in einen Bildband über den amerikanischen Illustrator
Norman
Rockwell verlieren (siehe das Bild oben mit den vier Jungs).
Und dazu die neue Scheibe von Habib
Koite "Afriki" hören...
Der Herbst. Zeit, um nach innen zu blicken? Die eigene Vergänglichkeit
wahrnehmen? Den Sinn alles Seienden zu begreifen suchen? Bullshit!
Hab grad ausnahmsweise mal Freude an der Jahreszeit! Ich mag sogar
die Nebelstimmungen hier in Zürich (psst....nicht weitersagen...).
Der Herbst aber vielleicht eine Zeit, um manch vergessenes Kleinod
neu zu entdecken. So geschehen heute Nachmittag. Der Blick ist auf
zwei seelenvolle Alben gefallen, die ich schon lange nicht mehr
gehört habe, früher aber mal rauf und runter spielte:
1) Michelle Shocked "Short, sharp, shocked". Grossartige
Singer/Songwriterin! Kantig, da wo's Ecken braucht, Wärme und
Herzlichkeit da, wo Linderung Not tut.
2) Hothouse Flowers "People". Dublin & Soul - das
passt einfach gut zusammen. Wissen wir ja seit Dexy's Midnight
Runners, Simply Red und den Commitments. Die Hothouse Flowers reihen
sich gut in diesen Reigen ein.
Ich hab ja schon immer gerne Karl May gelesen...Durch's wilde
Kurdistan...Der Schatz im Silbersee und so weiter und so fort. In
manch schwacher Stunde packt's mich auch heute noch und dann zieh
ich mir Old Shurehand II oder Winnetous Erben 'rein. Schon tausend
Mal gelesen, die ollen Schmöker (ich hab vor langen Jahren
die kleine Leihbücherei in meinem Heimatort beerbt und fast
das gesamte Werk Karl Mays überlassen bekommen, von vielen
Händen und Augen total zerlesen und schon ziemlich in Auflösung
begriffen). Und immer noch kann ich da eintauchen und untergehen.
Und dabei geht's mir gar nicht gross um die Abenteuer der Protagonisten
oder Mays ewige Moralpredigten - ich finde die Reisebeschreibungen
als solches so faszinierend. Dieses Unterwegs-Sein und Vagabundieren.
Ich hab natürlich keinen Rih oder Hatatitla, sondern reise
mit meinen Drahteseln, aber irgendwie scheint die Grundessenz dieselbe
zu sein. Und jetzt bin ich grad dabei, für mich etwas Neues
zu entdecken: ich hab mir Wanderschuhe gekauft! Jawohl! Zum ersten
Mal in meinem Leben! Auf Schusters Rappen möchte ich in Zukunft
meine Sehnsuchtslandschaften entdecken. Zwar will ich das Radfahren
auch weiterhin pflegen, aber ich möchte eine neue und/oder
zusätzliche Herausforderung haben.
Ansonsten läuft bei mir grad, ganz heiss, im CD-Player:
1) The Allman Brothers Band "live at Fillmore
East" (klasse Live-Mitschnitt des legendären Konzertes.
Damals lebte Duane Allman noch)
2) James Blunt "All the lost souls". Schmuserocker,
ich weiss. Ist aber trotzdem ganz gut. Weckt teilweise Assoziationen
an den frühen Chris de Burgh.
3) Wolfmother. Ganz junge australische Band. Die Jungs
klingen wie Led Zeppelin. Schön rauhes Zeugs. Mag sowas manchmal.
Es ist vollbracht! Der Reisebericht der Augustreise ist online.
Das war jetzt eine schwere Geburt - ich hatte den ganzen September
so gut wie keine Zeit dafür und hab's aber jetzt trotzdem irgendwie
hingekriegt. War eine schöne fette und pralle Reise! Eine meiner
interessantesten!
Nachzulesen ist das hier.
Und sonst? Velowetter! Mehr sag ich nicht...
Wieder da. Vom Urlaub meine ich. Euch kann ich es ja sagen, gewissermassen
im Vertrauen, oder so. Also: ich hatte eine megasackstarke Reise!
Bin von Zürich aus in die Fränkische Schweiz und wieder
zurück. Tausendeinhundert Kilometer mit der Speedmachine!
Viel bergauf/bergab...mixed weather conditions...jedoch immer durch
sehenswerte Landschaften. Wem von uns ist eigentlich bewusst, dass
Deutschland ein so schönes Reiseland ist? Ernsthaft? Der Reisebericht
ist jedenfalls in Arbeit. Aber zuerst war wieder mal eine optische
Auffrischung der Website nötig. Das war zwar nicht vorderhand
geplant und hatte auch nicht Prio 1, hat sich jedoch so ergeben
bzw. nach einem Glas Wein konnte ich nicht anders, als hier mal
wieder was Neues zu basteln.
Wer dagegen einen Hör- bzw. Musiktipp braucht, für den
trage ich hier mal grad eine Handvoll Eulen nach Athen:
- Red Hot Chili Peppers (Californication)
- Alexandra (Zigeunerjunge)
- Billy Joel (Glasshouses)
Und noch was, ganz wichtig: hab auf der Reise einen
jungen Globetrotter getroffen, der mit einem Liegeradtandem quer
durch Afrika bis nach Kapstadt will. Wem so etwas interessiert und
im Web verfolgen will, der klicke hier.
So geht's manchmal: man kann es vor Ungeduld kaum erwarten, bis
man endlich losziehen kann! Was sonst ausser der Ungeduld treibt
mich jetzt um sechs Uhr morgens dazu, hier noch ein paar Zeilen
zu schreiben? In zwei Stunden oder so breche ich zu meiner zweiten
grösseren Radtour in diesem Jahr auf. Die Taschen sind gepackt,
der Kaffee läuft durch die Kaffeemaschine, die Speedmachine
steht frisch gewienert und geputzt bereit... Wo es mich hinzieht,
verrate ich noch nicht. Wer trotzdem schon was lesen mag, der kann
sich mit der Berichterstattung unserer
Frankreichreise im Juli vergnügen.
Bin im Crazy
Horse Fieber! Hab mir zwei Live-Mitschnitte der Band um
und mit Neil Young als DVD geleistet. Einmal eine Aufnahme aus den
späten 70er Jahren und dann den Film "Year of the Horse",
den Jim Jarmush gemacht hat. Uff...das ist für mich einfach
die Quintessenz von Rock'n'Roll: aus dem Bauch heraus gespielt.
Neil Young ist sowieso einer meiner ganz grossen Heroes. Sowohl
als Songwriter als auch als Gitarrist.
Und sonst? Sommer, Sonne, Heiterkeit...eine Veloreise
steht ins Haus...trara...
Muss jetzt einfach nochmal was hinterher schicken bzw. schreiben.
Wir kennen alle die grossen Welt- und Allbekannten, die Megaseller
und Allseits-Beliebten, die uns über gute und schlechte Stunden
hinweg helfen und deren Arbeit wir so lieben. Aber dann existieren
auch noch diese Schattengestalten, die im Hintergrund das Fundament
liefern, auf dem Erstgenannte überhaupt erst aufbauen können.
Ich komme auf dieses Thema, weil ich grad eben zufälligerweise
eine Aufnahme des Santana-Gigs während des Woodstock-Festivals
gesehen habe. Und eigentlich ist Michael
Shrieve, der damalige Schlagzeuger der Band, der heimliche
Star dieser Formation. Hat jemand sein Schlagzeug-Solo mal bewusst
gesehen? Wie dieser kaum 20-Jährige sich da die Seele aus dem
Leib trommelt und so ganz in seinem Element ist? Es ist einfach
unglaublich! Und hat mal jemand sein Spiel auf dem Santana-Album
"Caravanserai" erforscht? (Dieses Album hätte auf
einem Musik-Paket für die sprichwörtliche einsame Insel
sowieso seinen festen Platz). Nun...das ist mein Wort, nicht zum
Sonntag, sondern zum Christi Himmelfahrts-Tag. Es lebe die Musik!
Tja...Edward Hopper. Bin gestern über einen Bildband von
ihm gestolpert und wieder mal in diese Welt versunken. Wie lange
mich der nun schon begleitet? Jahrzehnte! Und all die wunderbare
Sehnsucht und Melancholie in seinen Arbeiten! Immerhin brauche ich
mich heute nicht mehr an ihn anzulehnen und ihn zu kopieren versuchen,
diese Zeiten sind zum guten Glück vorbei. Und John Irving.
Der gehört auch mit dazu. Im Augenblick lese ich zum wiederholten
Male "Witwe für ein Jahr". Und wer vervollständigt
das Trio noch? Genau: Michael Palin! Wenn ich diesen Zeilen hier
zu Ende geschrieben habe, werde ich mir per Video seine Reise um
die Welt in 80 Tagen antun.
Was kann ich euch sonst noch sagen? Ach ja: Patty Smith's neues
Album ("Twelfe") ist wirklich sehr schön!!!
Uff...ein Monat ist seit meinem letzten Eintrag vergangen. Was
ist passiert? Warum schreib ich nichts? Klar: Prioritäten!
Logisch! Dreiradfahren und Musizieren. Um das geht's im Augenblick.
Aber es gibt in bäldester Bälde den ersten kleinen Reisebericht
zu lesen...man möge sich einstweilen einfach noch ein bisschen
gedulden. Ansonsten sei den Freunden gehobenen Liedgutes zwei Neuveröffentlichungen
ans Herz gelegt: Patty Smith's "Twelfe" und Brian Ferrys
"Dylanesque"! Beide CDs laufen seit ein paar Tagen bei
mir auf Dauerrotation...und: Luka Bloom "Salty Heaven"!
Es ist da...das Orange! Und wie wir schon miteinander gefahren
sind! Hach...
ja...äh...wie sag ich's meinem Kinde...hab gestern die Streetmachine
GT eingetauscht. Nach rund 8000 Km bzw. 3 Jahren. Die Streetmachine,
die eigentlich nur mehr ein Schattendasein führte und in letzter
Zeit nur immer dann noch Spass gemacht hat, solange ich meine schnelleren
Räder noch nicht aus dem Stall liess. Jetzt war's aber irgendwie
Zeit. Konsequenzen zu ziehen und so. Also gut: hab mir ein Trike
gekauft! Also ein Dreirad. Einfach nochmal ein Vorstoss in eine
andere Richtung. Ein Trike also. Und zwar das Scorpion.
Schluck. Eigentlich war ich ja irgendwie mit meinem Fuhrpark zufrieden
(hab sogar vor kurzem noch steif und fest behauptet, dass ich keinen
Dreiradbedarf ausmachen könnte), aber irgendwie schien da wieder
mal seit langem ein unterbewusster Gärungsprozess abgeschlossen
gewesen zu sein und jetzt war wohl die Zeit reif. Kurz und gut:
ein Anruf beim Händler...ein nagelneues Scorpion war da...50
km Probefahrt (seufz)...Preis ausgehandelt...Handschlag...und nächsten
Samstag bekomme ich das Rad! Die Farben meines Fuhrparks verändern
sich. Das dunkle Blau geht. Die neuen Farben sind silber, türkisblau
und orange...so kann's auch geh'n.

Jawohl. Genau so ist es. Frühling nennen das die Leute. Heute
Vormittag den Baron um den Greifensee getrieben. Nichts mehr übrig
von der Kondition des letzten Sommers. Aber da muss man einfach
durch. Also auf Durchhalten gefahren, keine Verfolgungsjagd mit
Rennradlern, nur minimale Adrenalinschüblein. Macht nix, das
ist OK so. Dafür nun rund 2000 Km mit dem Tieflieger zurückgelegt
und immer noch von diesem Rad begeistert. Ausserdem bin ich mit
einigen ornithologischen Leckerbissen auf der Südostseite des
Sees (Naturschutzgebiet) belohnt worden: Störche, Milane, Kormorane,
die obligatorischen Graureiher und ein Wanderfalke!

Und irgendwann kommt dann doch auch wieder die Zeit, während
der man die Velos hervorholen kann. In diesem Jahr habe ich immerhin
schon die ein oder andere kleine Ausfahrt absolviert. Baron und
Streetmachine GT sind zum Einsatz gekommen. Tut gut, irgendwie.
Trotzdem bin ich diesmal nicht ganz so velo-hungrig, wie ich es
die letzten Jahre war. Liegt vielleicht daran, dass dieser Winter
im Prinzip keiner war und wir ja auch schon im Januar und Februar
mit milden, sonnigen Tagen verwöhnt wurden. Trotzdem: ich freue
mich auf die Saison! Erste Reisepläne werden im Augenblick
angedacht. Verraten will ich sie hier noch nicht, ihr habt ja gelesen,
dass sich bei uns eine Tendenz zum Umwerfen unserer ursprünglichen
Reisepläne entwickelt hat...

Man kann es nicht wegdiskutieren: die Tage werden länger! Und
zwar eindeutig. Und die Temperaturen - ich seh es mit einem lachenden
und einem weinenden Auge - bewegen sich im (wenn auch einstelligen)
Plusbereich. Also rauf auf's Velo! Die ersten Runden in diesem Jahr
sind noch kurz, die Kondition fehlt einfach, bzw. hat sich in den
letzten Monaten rapide abgebaut. Aber das wird schon wieder.
Ansonsten bin ich fleissig am malen. Die Aquarelltechnik hatte ich
in den letzten Wochen und Monaten des Jahres 2006 bis zum Exzess
ausgereizt, und als Antwort oder Reaktion darauf entstehen nun Bilder
mit Acrylfarben auf Leinwand. Die Formate sind etwas grösser,
die Farben reagieren anderes und ich knüpfe damit an eine Technik
an, die ich vor einigen Jahren erstmal ad acta gelegt hatte. Die
Bilder werden natürlich anders als damals, schliesslich hab
ich seither einen gewissen Weg zurückgelegt und es fliessen
viele Elemente der letzten Aquarelle in die Arbeiten mit ein. Manchmal
scheint es mir einfach wichtig, wieder mal einen Schritt zurück
zu gehen zu einem früheren Punkt und dort wieder neu anzuknüpfen.
Das tue ich zur Zeit auch mit der Musik die ich höre: der Plattenspieler
ist wieder aktiviert worden und meine schwarzen Vinylscheiben erleben
wieder eine Renaissance. Besonders Santanas Platten aus seiner Jazz-Latin-Fusion-Phase
der 70er Jahre sind im Augenblick wieder gerne gehörte Preziosen:
"Oneness", "The Swing of Delight", "Borboletta"
oder auch der Tex-Mex-Ausflug "Havanna Moon"...
Patrick
Leigh Fermor. Kennt den jemand? Wahrscheinlich bin ich einer
der Wenigen, dem dieser Schriftsteller unbekannt war und der ihn
gerade erst für sich entdeckt hat. Ich lese zur Zeit seinen
Reisebericht, der anlässlich einer Fusswanderung quer durch
Europa nach Istanbul entstanden ist - in den 30er Jahren des letzten
Jahrhunderts. Mmmh...das macht Appetit und schürt die eigene
Reiselust. Wann es wohl bei mir wieder losgeht und vor allen Dingen
wohin?
Wie könnte ich das alte Jahr besser ausklingen lassen, als
mit einer kleinen Veloausfahrt? Am 31. Dezember wurden uns in Zürich
Sonnenschein und frühlingshafte Temperaturen beschert und selbstredend
haben wir das für einen kleinen Ausritt ausgenutzt...ob das
ein gutes Omen für die kommenden Radtouren und -Reisen in diesem
Jahr sein wird? Besseres Wetter als 2006? Hoffentlich!
Ich wünsche Euch jedenfalls ein gutes neues Jahr und Gesundheit,
Zufriedenheit und Glück auf all euren Wegen!!
Ich bin jetzt 44. Wenn ich beobachte wie ich langsam älter
werde, die Veränderungen des Körpers wahrnehme - und natürlich
auch die innere Entwicklung - dann denke ich oft an meine Teenagerzeit
zurück, wo jeder über 20 furchtbar alt war. Damals konnte
ich die verschiedenen Altersstufen, also zum Beispiel 30, 40 oder
50 Jahre, nicht differenzieren, ich warf das alles in einen Topf,
steckte es in eine Schublade und auf dem Schild davor stand ganz
lapidar und pauschal "alt" geschrieben. Nun, dass dem
nicht so ist, das wissen wir alle. Jedenfalls amüsiert mich
manchmal nachträglich noch der Tunnelblick meiner Jugendzeit.
Die paar Tage zwischen meinem Geburtstag und Neujahr sind für
mich immer Niemandsland, der Begriff "zwischen den Jahren"
umschreibt es ganz trefflich. Ein Kapitel ist abgeschlossen, eine
neue Seite wird aufgeschlagen. Noch ist diese neue Seite weiss und
unbeschrieben, aber ich meine schon die ersten Buchstaben erkennen
zu können, die sich zu Worten formen und Sätze bilden
werden...
Alle die hier regelmässig mein Logbuch durchforsten, haben
längst mitbekommen, dass ich viel Anregungen und Inspiration
aus der Literatur und Musik bekomme. Dass man Musik nicht nur einmal
anhört, dürfte vielen klar sein, aber ich lese auch viele
Bücher in bestimmten Abständen immer wieder und viele
sind feste und stabile Säulen in meinem Leben geworden, ihre
Autoren gleichsam Leuchttürme im Sturm des Lebens, Begleiter,
Anhaltspunkte und Wegweiser, Orientierungsmöglichkeiten bei
Schlechtwetter und manchmal sogar bei Sonnenschein und weiter Fernsicht.
Und seit einigen Tagen begleiten mich die Bücher des Strassenmalers
und Vagabunden Ueli Brunner. Sein Reisebuch über den
Jakobsweg habe ich vor zwei Jahren per Zufall entdeckt. Und zum
Geburtstag habe ich mir seine andere Veröffentlichungen schenken
lassen. Auch wenn sein Lebensweg sich von meinem unterscheidet wie
Tag und Nacht - es tut gut, zu wissen, dass man(n) sein Leben auch
völlig anders verbringen könnte.
Und nun wünsche ich allen Lesern ein frohes Weihnachtsfest
und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2007!
Naja...Weihnachtszeit. Irgendwie finde ich es bedauerlich, dass
die Adventszeit all ihren Charme verloren hat. Vielleicht hatte
sie den ja auch noch nie, kann schon sein, und es sind nur sentimentale
Erinnerungen an meine Kindheit. All der Konsumwahn...Heutzutage
ist es so, dass ich umso bedürfnisloser werde, je mehr man
mich von aussen mit Werbung und Sonderangeboten und Schnäppchen
bombardiert. Und in Nachbars Garten blühen die Magnolien! Das
kann's doch auch nicht sein! Oder doch?
Bleibt die Frage, was man mit auf die sprichwörtliche einsame
Insel nimmt. Auf jeden Fall mal "Ois is Blues", DAS Album
des skurrilen Münchner
Bluesbarden und Isar-Indianers Willy Michl (Anspieltip:
"Isarflimmern"), von dem ich ehrlich gesagt nicht so recht
weiss, was ich von ihm halten soll - aber besagtes Album mag ich
sehr gerne.
Und Lesefutter? "Magellan" von Stefan Zweig und "Michelangelo"
von Irving Stone.
So sieht's aus!
Ich versinke in Kadmiumorange, Preussischgrün und Indigo...noch
nie hatte ich eine so intensive Mal-Phase wie seit Anfang Oktober
- allen äusseren Umständen zum Trotz. Oder gerade deswegen.
Eigenartig. Seit mehr als 25 Jahren beschäftige ich mich nun
mit Aquarellmalerei, und erst jetzt fühle ich mich allmählich
nicht mehr als Sklave dieser Technik, sondern irgendwie...ja..."gleichwertig"
- wenn man den Ausdruck hier überhaupt verwenden kann. Langsam
hat sich der Kampf um das Beherrschen der Technik in etwas anders
umgewandelt...in Entdeckerfreude und Wissensdurst und in eine unbändige
Neugierde auf die noch entstehenden Arbeiten und die Möglichkeiten,
die noch in dieser faszinierenden Technik liegen. Ich hab das Gefühl,
immer noch auf der Spitze des Eisberges zu stehen und einen Grossteil
noch nicht entdeckt zu haben. Einige der neuesten Aquarelle gibt
es hier
zu sehen.
Auf dem Plattenteller bzw. im CD-Player laufen neben Antonin Dvorak's
"Slawischen Tänzen" und Gustav Bertha's "Life
as a Dog" vor allen Dingen immer noch Element of Crime und
Carla Bruni...da können die Gedanken schön spazieren gehen...
Winterschlaf ist angesagt. Draussen ist es für die Jahreszeit
erstaunlich mild, die Sonne schafft es schon um 9 Uhr früh,
den Nebel aufzulösen. Tja...da könnte man...die würde
sich doch anbieten...aber dann irgendwie doch nicht: die Velosaison
ist für mich eindeutig zu Ende - ich hab mich während
der diesjährigen Saison genügend ausgetobt und auch hier
müssen sich bei mir immer wieder die Batterien aufladen! So
wie ich mich kenne, bin ich im Januar/Febuar wieder heiss auf's
Radeln, aber jetzt ist erst mal Ruhe. Dafür bin ich zur Zeit
recht intensiv mit der Malerei beschäftigt und zudem schreibe
ich grad an zwei Kurzgeschichten und das neue Keralasuite-Album
wartet noch auf den letzten Schliff...
Und nicht zuletzt lebe ich mit einem Teil von mir im Augenblick
in einer Parallelwelt: mehr aus einer Laune heraus nahm ich neulich
Tolstois "Krieg und Frieden" wieder mal aus dem Bücherregal,
und dann, als ich die Hürde der ersten hundert Seiten überwunden
hatte, packte es mich und zog mich erneut in seinen Bann. Wie lange
er wohl daran geschrieben hat?
Ein Sonntagmorgen auf dem Balkon. Koffein und rotes Laub, Spinnweben
im Gegenlicht und ein tiefblauer Herbsthimmel - ein Wetterchen wie
geschaffen für einen Veloausflug! Doch ich bin radl-müde
geworden. Mittlerweile. Nachdem ich bis letzte Woche noch fast jeden
Tag meine Runden gedreht habe, ergreift der allgemein zu beobachtende
Rückzug der Natur auch von mir Besitz und ich freue mich nun
auf die Indoor-Zeit, auf die kurzen Tage, auf den Blick nach innen.
Die Streetmachine GT liegt halb zerlegt in meinem Zimmer und wartet
auf eine Generalreinigung, die anderen beiden Räder hätten
dasselbe auch mal nötig und jetzt kommt auch wieder die grosse
Zeit der Reiseträume und Utopien. Ich habe in den letzten Tagen
"Ultreia - immer weiter" des Zürcher Strassenmalers
Ueli Brunner gelesen, ein Pilgerbericht vom Jakobsweg, und bei solch
anregender Lektüre baue ich mir natürlich auch meine eigenen
Wolkenkuckucksschlösser. Ich wünsche mir mal einen ganzen
Reisesommer! Nicht um nach Santiago de Compostela zu radeln, das
ist mir im Augenblick zu modisch. Aber ganz Frankreich würde
ich gar zu gerne mal auf kleinsten Strassen erkunden...meine Lieblingsorte
wieder mal aufsuchen und neues entdecken. Zeit müsste man haben!
Oder es einfach nur tun...

Es ist eigenartig, dass fast alle Menschen, zu denen ich aufschaue
und vor denen ich Achtung und Respekt habe, im künstlerischen
Bereich tätig, also entweder Schriftsteller oder Musiker sind.
Ich meine damit natürlich die Prominenz - in meinem privaten
Umfeld gibt's etliche Menschen, vor denen ich gerne den Hut ziehe.
Ich komme auf dieses Thema, weil ich die letzten Tage wieder mal
"Ein
Mittel gegen die Schwerkraft" von Joe Jackson gelesen
habe und ich mich gleichzeitig auch daran erinnerte, dass Joe Jackson
vor 3-4 Jahren einmal ein hervorragendes Konzert in Zürich
gegeben hat - musikalisch wunderbar und von Reife und Weisheit durchdrungen
und trotzdem, oder vielleicht genau deswegen, auch augenzwinkernd
selbstironisch. Und das Buch ist wie das damalige Konzert - hier
scheint ein Mensch unbeirrt seinen Weg zu gehen.
Jetzt könnte ich fragen, warum man nie einen Staatsmann, Politiker
oder Gewaltigen aus der Industrie als glaubwürdigen Charakter
wahrnehmen darf. Aber es gab (oder gibt?) auch hier Ausnahmeerscheinungen:
gestern bin ich rein zufällig über einer Dokumentation
über Waldemar von Knoeringen gestolpert, der im dritten Reich
im Widerstand war und später als politischer Visionär
beim Aufbau der bundesdeutschen Demokratie mitgewirkt hat.
At the dark end of the street...angesichts des eher bescheidenen
Fernsehprogrammes hab ich mir heute wieder mal "Die Commitments"
auf Video angeguckt...einer meiner absoluten Lieblingsfilme...dicht
gefolgt von Jacques Tatis "Ferien des Monsieur Hulot"
und "Jenseits von Afrika" und "Himmel über Berlin"
und "Night on earth" (letzteres ein Episodenfilm von Jim
Jarmusch). Grossartig auch "Cyrano von Bergerac" mit Gerard
Depardieu, der sowieso - abgesehen von Bruno Ganz, einer meiner
Lieblings-Schauspieler ist.
"Elf Freunde müsst ihr sein" von Sammy Drechsel.
Kennt das noch jemand? Ich hab ja mit Fussball nichts, aber auch
rein gar nichts am Hut und war froh, als die Weltmeisterschaft in
diesem Jahr zu Ende ging und man nachts wieder bei offenen Fenster
schlafen konnte, ohne dass man von den Hupkonzert der Fans am Einschlafen
gehindert wurde. Aber dieses charmante Jugendbuch ist mir vor ein
paar Tagen wieder mal in die Hände gefallen und seitdem schmökere
ich da drin herum... Und ihr werdet es nicht für möglich
halten, aber manchmal verirre ich mich sogar in meiner Karl May-Sammlung
wie in einem Labyrinth - und das mit fast 44 Jahren.
Abgesehen davon habe ich gestern den (einstweilen?) letzten gemeinsamen
Auftritt zusammen mit Gordon mit unserer Band sLow absolviert. Eine
mehr als fünf Jahre lange Zusammenarbeit geht damit zu Ende,
denn Gordon will sich anderweitig orientieren. Und inzwischen weiss
ich, dass das für uns beide notwendig ist - auch mir steht
der Sinn nach Veränderung und Weiterentwicklung ausserhalb
unserer Kumpanei.
Draussen regnet es heute, innen drin scheint die Sonne.
Speedy war beim Hufschmied! Neues
Zaumzeug, neue Zügel, neue Hufeisen...Impfung gegen Maul- und
Klauenseuche und die Räude und so weiter... Mein Velohändler
freut sich immer gigantisch, wenn ich komme. Nicht nur, dass er
von mir mit Reparatur- oder Wartungsaufträgen eingedeckt wird,
nein, er nötigt mich dann immer zu allen möglichen Probefahrten...unverschämter
Kerl!! ;-))) Heute haben wir ein gefährliches Gespräch
geführt: er würde meine SMGT
zu einem guten Preis in Zahlung nehmen, wenn und falls ich genügend
Blut geleckt habe, um mir das
hier zu gönnen. Oh göttliche Versuchung!!! Ich
hoffe, in Zukunft mehr Widerstandsfähigkeit zu entwickeln um
nicht jeder Regung nachgeben zu müssen! Manch einer mag Kettenraucher
oder Alkoholiker sein...ich bin Velo-Junkie...
Lese zur Zeit "Artus, die Wahrheit über den legendären
König der Kelten" von Graham Phillips und Martin Keatman.
Abgesehen davon, dass ich die allseits bekannte Legende schon immer
mochte und auch schon in x-verschiedenen Interpretationen gelesen
habe - von Marion Zimmer Bradley bis Mark Twain - interessiert mich
diese Zeitspanne generell. Der Zusammenbruch des römischen
Weltreiches und das Erstarken der keltischen Stämme. Die beiden
Autoren haben jedenfalls versucht, die spärlich vorhandenen
Dokumente und Aufzeichnungen wie eine Zwiebel zu schälen, um
die historische Person hinter der Legende heraus zu arbeiten. Und
sie kommen zu einem schlüssigen und nachvollziehbaren Ergebnis,
auch wenn es wohl nicht bewiesen werden kann. Mich fasziniert die
Art und Weise, wie sie letztendlich zu ihrem Resultat kamen.
Zurück! Mit einem lachenden und einem weinenden Auge: meine
geplante Veloreise durch's Schwabenländle musste ich leider
verkürzen, weil mich mein innerer Schweinehund aufgrund des
Regenwetters im Stiche liess - dieser Warmduscher! Also wirklich!
Trotzdem hatte ich einen ergiebigen Trip - ich sage nur: 537 km
in 6 Tagen! Der Reisebericht wird in den nächsten Tagen online
sein. Falls jemand noch am Zweifeln ist, folgt hier die amtliche
Bestätigung: DEUTSCHLAND IST EIN SCHÖNES REISELAND! ZUMAL
FÜR DEN VELOREISENDEN! Das lasst euch mal gesagt sein! ;-)
Und sonst?
a) G.Rag Y Los
Hermanos Patchekos machen tolle Musik! Anspieltip: "München
7" oder "Cadeau Bizarre"
b) "Das Brot der frühen Jahre" von Heinrich Böll
hat mich die letzten Tage über sehr begeistert!
c) ich erlaube mir, die Neue Deutsche Rechtschreibung zu ignorieren!
Bin froh, wenn ich auch so halbwegs klar komme...
Schwimmbadwetter! Mehr sag ich nicht!
Gestern am Morgen den Baron um den Greifensee getrieben. Wie flott
man 40 km mit einem leichten Tieflieger bei Sonnenschein hinter
sich bringt und wie beschwerlich dieselbe Distanz mit der Streetmachine
GT, Reisegepäck und Sauwetter anmutet...
Höre grad "The Year of the Cat" von Al Stewart und
"Shadows Collide With People" von John Frusciante und
überlege gerade, ob ich mir die neue Red Hot Chili Peppers
kaufen soll oder nicht. Eher nicht. Schade, dass ich heutzutage
neue Alben nicht mehr mit der gleichen Intensität höre
wie früher. Damals war die neue Platte der Lieblingsband immer
DIE Sensation und lief wochenlang auf dem Plattenteller und ich
kannte jede Note in und auswendig...Santanas "Caravanserai"...J.J.Cales
"Troubadour"...die Erste von den Dire Straits. Heute nehme
ich mir zuwenig Zeit um Musik zu hören. Obwohl: die neue von
den Element of Crime und das neue BAP-Album habe ich in letzter
Zeit wirklich rauf und runter gehört und dieselbe Intimität
empfunden wie früher, als U2 ihr "Unforgettable Fire"
veröffentlichten und im Autoradio meines alten Ford Taunus
beim Pendeln von Oberviechtach nach München das Album zu Tode
gespielt wurde...tja...

"Wir sassen in dem Schirm, den Wandorobbo-Jäger aus Ästen
und Zweigen am Rand der Salzlecke errichtet hatten, als wir den
Lastwagen kommen hörten. Zuerst war es weit entfernt und keiner
wusste, was es für ein Geräusch war. Dann hörte es
auf, und wir hofften, dass es nichts gewesen sei oder vielleicht
nur der Wind. Dann kam es langsam näher, unverkennbar jetzt,
lauter und lauter, bis es mit einem qualvollen Getöse von lauten,
unregelmässigen Explosionen dicht hinter uns vorbeikam, um
auf der Strasse weiterzufahren."
Das sind die ersten Zeilen aus Hemingways "Die grünen
Hügel Afrikas", das ich grad wieder mal zu lesen begonnen
habe. Ich finde es nach wie vor faszinierend, wie Hemingway es erreichte,
dass man schon bei der ersten Zeile mitten im Buch drin ist - ohne
sich gross mit einer Einleitung abzugeben. Jawohlja!
Wir sind frisch aus den Ferien zurück, haben Frankreichs
Nordosten unsicher gemacht und trotz teilweise nur bescheidenen
Witterungsverhältnissen eine schöne Reise erlebt. Die
Räder haben gut durchgehalten, es gab keine Panne, rein gar
nichts.
Ansonsten stand gestern in der Zeitung zu lesen, dass der Schauspieler
Robin Willams 60 Velos besitzt! Ein Statement von Herrn Williams:
"Auf dem Rad fühle ich mich wie ein Buddhist, der sein
irdisches Dasein geniesst."
Und ich mach' mir einen Kopf, nur weil ich statt einem einzigen
gleich drei Velos mein Eigen nenne...
Wiederentdeckt: Joan Armatrading! Das Album "Back to the night"
dreht sich grad wieder mal auf dem Plattenspieler - Lieblingssong
das wunderbare "Dry Land"
Reisefieber! Und wie! Am Donnerstag geht's los und Basel ist der
Startpunkt! Weiter verrate ich noch nichts...
Ansonsten bestimmt der Frühling mein Denken - ich bin fast
jede freie (und trockene) Minute mit dem Velo unterwegs, gebe meinem
Bewegungsdrang nach und stelle alles Kreativ-Künstlerische
hinten an, wie jedes Jahr um diese Zeit. Denn diese Pause ist wichtig,
damit sich der Pool wieder füllen kann. In diesem Winter hab
ich eh reichlich daraus geschöpft und bin diesbezüglich
recht leer geworden.
Was meine Ausrüstung betrifft, gibt's wieder einige Luftschlösser
und Ideen: Margrit ist neulich auf einem Liegerad Probe gesessen,
dem Grasshopper,
und hat, naja, ein bisschen "Blut geleckt". Kann man das
schon sagen? Jedenfalls: dieses Velo könnte man mit einigen
Tricks für ihre Körpergrösse passend machen - kürzere
Kurbeln, das einschiebbare Teil des Auslegerohres kürzen, etc.
Die Frage der Finanzierung stellt sich allerdings. Der Händler
würde meine Speedmachine in Zahlung nehmen, und jetzt gehen
natürlich meine Gedanken spazieren: die Speedy weg geben und
anstatt dessen den Baron zum Randonneur umbauen? Mit Gepäckträger,
Schutzblechen, dreifach Kurbel und eventuell auch noch auf UDK-Lenker
umrüsten? Warum nicht! Im Augenblick steht die Speedmachine
ungebraucht im Fahrradkeller, denn für meine Tagestouren kommt
der Baron zum Einsatz und die Streetmachine GT ist seit einiger
Zeit wieder mein Lieblings-Alltagsrad. Zudem hat sich herauskristallisiert,
dass ich nicht wirklich an Höchstgeschwindigkeiten interessiert
und ich auf meinen Touren mit dem Baron relaxter geworden bin und
mich lediglich an der erhöhten Durchschnitts-, jedoch nicht
an der maximal zu erreichenden Geschwindigkeit erfreue. Naja...das
sind alles noch ungelegte Eier...mal sehen, was das Jahr diesbezüglich
bringt...
Noch kurz ein Themawechsel, nämlich ein Musiktipp: zur Zeit
höre ich wieder recht gerne zwei Alben des schon früh
verstorbenen Musikers Duncan
Browne - "Wild Places" und "Streets of Fire".
Mein Geheimtipp des Tages! ;-)
Bin gerade auf Entschleunigungskurs: nachdem jetzt die Streetmachine
wieder zum Alltagsrad geworden ist und ich nicht mehr das Gefühl
habe, auf meinem Arbeitsweg Streckenrekorde aufstellen zu müssen,
hab ich auch mit dem Baron endlich einen relaxten Rhythmus gefunden.
Diese Woche konnte ich am Feierabend noch jeweils zwei 40 km Touren
radeln - Petrus sei Dank! Gestern eben mit dem Baron auf den Regensberg.
Auf dem Weg dorthin fuhr ein Dreikäsehoch ein paar Meter neben
mir her und meinte in einer Mischungs aus respektvoller Höflichkeit
und Kids-Slang: "sie, ihr Velo find' ich im Fall megageil!!!"
*lach* Oftmals nervt es mich, weil man dauernd begafft wird, aber
gestern hat mich das Verhalten des Jungen köstlich amüsiert.
Auf dem Rückweg ist mir der erste Reiseradler in diesem Jahr
entgegen gekommen - voll bepackt mit Zeltrolle auf dem Gepäckträger
und das typisch-entspannte Radreisegrinsen im Gesicht...ich kann's
schon gar nicht mehr erwarten, bis wir ab 25. Mai auch endlich unterwegs
sein werden.
Heute regnet's in Strömen und ich werde wohl versuchen, am
neuen Album weiterzubasteln. Acht Songs hab ich mehr oder minder
zufriedenstellend im Kasten, lediglich am Gesang muss ich noch ein
bisserl feilen und mit dem Mix hab ich noch nicht das erreicht,
was ich mir vorstelle. Wird trotzdem noch bis zum Herbst dauern,
bis ich es veröffentliche.
Komme soeben aus der Badewanne. Jawohl. Ganzkörperreinigung.
Bei einem Glas Rjoja und dem neuen Album der Band Element of Crime
kam mir gerade die Idee, dieses Tagebuch hier vom Thema "Fahrrad"
zu entkoppeln und allgemeiner zu halten. Nämlich: das neue
Element of Crime Album "Mittelpunkt der Welt" ist grossartig!
Die Band wird von Album zu Album besser! Ich oute mich hier jedenfalls
mal als Sven Regener Fan! Ansonsten ist mein CD-Player zur Zeit
bestückt mit:
a) Carla Bruni "Quelqu'un m'a dit"
b) Gabor Szabo "Spellbinder"
c) Blue Stingrays "Surf-n-burn"
d) Allman Brothers Band "Hittin' the note"
e) Habib Koité "Fôly"
f) BAP "Dreimal zehn Jahre
Velo und so: hab heute den Baron aus der Werkstatt abgeholt...die
Vorderradbremse...hatte doch glatt einen Bremsklotz verloren...und
ich hab's nicht mal gemerkt (jaja...die Technik-Freaks werden den
Kopf schütteln...). Jedenfalls funzt die Magura Clara-Scheibenbremse
wieder wie gewohnt. Ansonsten entdecke ich grad die Streetmachine
wieder neu für mich und damit die Entdeckung der Langsamkeit.
Bin die ganze Woche mit ihr in die Arbeit gefahren und habe es genossen.
Bin froh, sie nicht verkauft zu haben.
Wir haben über das Osterwochenende unsere erste kleine
"Radreise"
absolviert. Bin mit der SMGT unterwegs gewesen und auf der Rückfahrt
ist mir - wie schon im letzten Sommer mit der Speedmachine auf der
Sommerreise
- der Drahtbügel gebrochen, der das hintere Kettenschutzrohr
hält. Ist wohl ein generelles Verschleissteil? Die SMGT hat
mittlerweile 6300 km auf dem Buckel
Zeit für eine schöne, fette, 80 KM-Tour (also es sind
dann doch nur 79.8 km geworden...)! Heute sieht es nach einem
milden Frühlingstag aus, den ich auch richtig auskosten möchte
und ich schiebe den Baron schon früh am Morgen auf die Strasse
- ich möchte von hier aus nach Winterthur ins Tösstal,
der Töss aufwärts bis Saland folgen und über Pfäffikon
und Uster den Greifensee erreichen, diesen auch noch umrunden und
dann wieder nach Hause radeln. Was ich im Folgenen auch tue:
Baustellen-Wirrwarr am Anfang auf der Ausfallstrasse, der Radweg
ist so gut wie nicht mehr existent. In Opfikon komme ich den steilen
Anstieg durch den Ort grade so hoch, muss mich dabei aber alles
andere als knieschonend in den Sitz stemmen. Bassersdorf, Nürensdorf,
Winterberg, es ist recht hügelig hier und mehrmals komme ich
an den Grenzbereich der Übersetzung - allerdings hat man immer
wieder Panoramablicke auf die Alpenkette, die man aber heute im
Morgendunst kaum erkennt. Es taucht wieder die Überlegung auf,
ob ich mir am Baron nicht doch eine andere Kurbel mit einem dritten
Kettenblatt leiste. Naja, bisher ging's eben gerade noch so und
ich hab irgendwie keine rechte Lust, schon wieder Geld lockerzumachen.
Die Vorderradbremse - Magura Clara - macht mir Schwierigkeiten:
wenn ich das Rad richtig zentriere, schleift der eine Bremsbacken
leicht an der Scheibe, was zwar den Lauf nicht gross behindert,
aber Geräusche verursacht. Es sind dieselben Bremsen wie damals
am Delite Black und damals ging es mir genauso. Die Scheibenbremsen
und ich - wir mögen uns nicht. Scheint eine gegenseitige Abneigung
zu sein... (und/oder ich bin nicht fähig, sie zu warten).
Bald bin ich im Tösstal und kann das Velo auf seine Waldweg-Tauglichkeit
testen: und siehe da, es geht sogar ganz gut, trotz den dünnen
Stelvio-Slicks und der nicht vorhandenen Federung. Erstaunlich!
Ansonsten lasse ich es nun ruhig angehen, es wird heute keine sportliche
Tour werden, sondern eine Radwanderung. So benutze ich den Baron
heute als Trekkingbike, was sehr gut geht, weil das Rad sehr bequem
ist und die Sitzposition von allen drei Liegerädern die idealste
ist. Lediglich der Tillerlenker ist auf langen Strecken nun nicht
sooo bequem, dafür macht er das Rad aber sehr wendig und irgendwie
passt das schon. Wieder Asphalt unter den Rädern gleite ich
den Radweg an der Töss entlang bis nach Saland, klettere über
die Hügel nach Pfäffikon, lasse den Pfäffiker See
links liegen und fädle mich in Uster in den Stadtverkehr ein,
bis ich endlich am Greifensee ankomme und meine Hausstrecke um den
See absolviere. Bin ziemlich müde, als ich zuhause ankomme
- die Steigungen auf den ersten 20 Kilometern haben mich Energie
gekostet, bin noch nicht so richtig fit. War aber schön, genau
diese Tour gemacht zu haben, ich bin sie nämlich noch nicht
mit dem Baron gefahren. Der Tacho zeigt mehr als 5400 KM an - ich
hab also schon mehr als 1000 KM mit dem Baron "gemacht".
Tja, das Jahr schreitet voran! Schon schreiben wir den ersten April
(und bisher bin ich noch kein Opfer eines Aprilscherzes geworden...toi
toi toi...der Tag ist noch acht Stunden lang...). Da der Wetterbericht
eine Wetterverschlechterung mit Regenschauern, Gewittern und Sturmböen
vorausgesagt hat, ist der für heute anberaumte Frühjahrsputz
unterblieben - nun, damit können wir leben... Also nach dem
Einkaufen eine kleine Samstagstour! Bin mit dem Baron auf den Regensberg
gefahren, netter kleiner Mini-Pass, vielleicht 3 Kilometer Steigung,
von oben eine schöne Aussicht auf das Städtchen und das
Umland. Gestern, Freitag, ist es nach morgendlichem Regen schnell
trocken und sonnig geworden und so bot sich ein kleiner Ausflug
um den Greifensee an. Das frische Gras ist dunkelgrün und die
Schwalben sind da! Ist das nicht herrlich? Frühling pur! Während
der Fahrt kam mir ein junger Mann mit einem Fateba oder Peer Gynt,
auf jedem Fall einem Langlieger, entgegen.
Bin wider Erwarten doch noch gut zum Velofahren gekommen, hätte
ich angesichts der Wetterprognosen gar nicht erwartet. Langsam komme
ich wieder in Form - bin während des Anstiegs noch Regensberg
sogar einem Mountainbiker davon gefahren...was aber nicht viel heissen
will. Dafür schleifen die Magura Clara Scheibenbremsen seit
gestern am Vorderrad des Barons und krieg das Geräusch nicht
weg - ich weiss schon, warum ich Scheibenbremsen nicht so besonders
mag. Bin heute zu müde, um mich noch diesem Problem zu widmen,
mal sehen..
Die Fotos hier stammen von einem Regensberg-Tour im letzten Spätsommer.
|
|