1997 Arrow Pacer

Gefahren von Winter 1997 bis Sommer 2004.

 

Als ich Margrit kennen lerne, ändert sich mein Leben von Grund auf: ich pendle nun zwischen Zürich und München hin und her und weil ich auch in Zürich radfahren möchte, wird ein zweites Fahrrad benötigt - das silberne "Deluxe"-Rad ist inzwischen verschenkt worden. Und wie es der Zufall eben so will, steht im Schaufenster eines Händlers in München ein Rad, das mir umso besser gefällt, je öfter ich daran vorbei gehe. Es ist ein Hybridbike der Firma Arrow, Modell "Pacer".

Das Rad ist "nackt", hat also weder Beleuchtung, noch Schutzbleche oder Gepäckträger, aber Befestigungsösen (auch an der Gabel) machen ein Montage von Gepäckträgern hinten und vorne möglich und nach einer Probefahrt gehört das Rad mir.

Das Arrow ist eindeutig ein Quantensprung nach vorne, was Stabilität und Verarbeitungsqualität und auch die Qualität der Komponenten betrifft. Hier brechen mir keine Speichen mehr, hier kann der Pletscher-Gepäckträger das Gewicht der Packtaschen tragen. So löst dieses Rad das Schauff als Reiserad ab.

Plötzlich aber kommt eine Komponente ins Spiel, die mich die nächsten Jahre über beschäftigen wird: die Ergonomie. Das Arrow ist nämlich ein unbequemer Bock. Dauernd habe ich das Bedürfnis, mich aufzurichten und freihändig zu fahren, da irgendetwas an der Sitzposition einfach nicht stimmen will. Noch habe ich keinen Zugang zum Internet und all den Diskussionsforen. Noch weiss ich nicht, dass man an der Sitzposition "arbeiten", verschiedene Vorbauten testen kann, etc.. Ich versuche es mit einem anderen Sattel und einem nach hinten gekröpften Tourenlenker, was jedoch keine grossen Verbesserungen bringt. So lebe ich eben mit den Gegebenheiten und besorge mir immerhin auch mal gepamperte Velohosen, was schon mal nicht schlecht ist.

Insgesamt fahre ich 6000 Kilometer mit dem Arrow und irgendwann, als sich mein Fuhrpark schon völlig verändert präsentiert und ich das Arrow nur mehr äusserst selten bewege, verkaufe ich es an eine Arbeitskollegin.

Dann entdecke ich plötzlich die Firma Utopia...