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Fotoalbum ¦ Übersichtskarte |
| Mai
2004 - Mal eben um den Bodensee
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Hier gibt's den Bericht ohne Bilder als PDF-File (32 KB)
Gleich vorne
weg: so ein kühler Frühling wie dieses Jahr schürt Sehnsucht
und Verlangen! Mal wieder ohne Wintermütze und Handschuhe fahren
zu können, kurzärmelig und nicht hundert Schichten übereinander
anziehen zu müssen! Und am besten mehrere Tage lang unterwegs sein,
nicht immer nur zur Arbeit radeln oder kurze Tagesausflüge unternehmen!
Eigentlich stünde ja eine grosse Radreise kurz bevor - Margrit und
ich wollen ab Pfingsten für drei Wochen Richtung Mittelmeer pedalieren.
Aber vorher noch
hm
da gibt es diesen Christi Himmelfahrtstag
mit der Möglichkeit des verlängerten Wochenendes
warum
nicht da schon für eine kurze Tour losziehen, wie all die Jahre zuvor?
Um den wirklichen Hintergrund meiner Ungeduld zu verstehen, muss man wissen,
dass ich mit einem völlig neuen Fortbewegungskonzept in diese Velo-Saison
gestartet bin: ich hab mir nach langem Hin und Her ein Liegerad gekauft,
eine Streetmachine GT von HP Velotechnik. Nachdem ich jetzt seit März
damit die Gegend unsicher mache und nun allen Ernstes von mir behaupten
kann, dass das Rad schon zum grössten Teil das macht, was ICH will,
interessiert mich natürlich eine Erprobung dieses Gefährts mit
Gepäck, bevor es dann auf grosse Fahrt geht.
Der Bodensee! Seit unserer Umrundung desselben vor sieben Jahren und dem
Foto-Desaster wollte ich schon längst wieder mal dort radeln und
letzten Herbst machte mir ja das Wetter einen Strich durch die Rechnung.
Jetzt scheint der richtige Zeitpunkt für diese Unternehmung gekommen
zu sein...
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| Mittwoch,
19.5.2004. Von Rafz bis Mammern (45,5 km)
Mehr aus
einer Laune heraus habe ich mir am Dienstag schon Übernachtungsmöglichkeiten
am Ende der jeweiligen Tagesetappen reserviert und mit Schrecken festgestellt,
dass vieles schon so gut wie ausgebucht ist. Der Feiertag und das verlängerte
Wochenende und für viele beginnen jetzt wohl auch schon die Pfingstferien:
es ist genau wie letztes Jahr, als ich auf dem Weg von Zürich nach
Würzburg haargenau zur selben Zeit unterwegs war und kaum mehr ein
Zimmer in Lindau bekam. Aber schliesslich geht es halt dann doch noch
mit der Zimmerreservierung voran und ich weiss diesmal schon im voraus,
wo ich mein müdes Haupt jeweils hinbetten werde (es wird sich herausstellen,
dass ich die Etappen dummerweise zu kurz angesetzt habe und noch Lust
und Laune zum Weiterfahren gehabt hätte - das ist der Nachteil, wenn
man auf sicher geht und vorreserviert).
Die letzten Tage über war das Wetter herrlich sommerlich, doch der
Wetterbericht weist mit penetranter Konsequenz auf eine Kaltfront hin,
die am Freitag über uns hinwegziehen soll. Das ist natürlich
gemein! Ausgerechnet jetzt! Aber bevor ich ernsthaft mit dem Wettergott
hadern kann, stelle ich fest, dass ich heute ja schon ab mittag frei habe
und eigentlich nachmittags schon aufbrechen könnte. Warum bis morgen
früh warten, wo doch heute das Wetter absolut ideal ist? Ich
müsste ja nur die Route etwas ändern, mir einen anderen Startpunkt
suchen. Ich spiele mit mir selber ein Spielchen und mache die Entscheidung
davon abhängig, ob ich noch ein Zimmer für heute Nacht bekomme.
Ich suche mir ein paar Hotel-Adressen heraus und bekomme wirklich sofort
eine Übernachtung im Hotel Adler in Mammern am Untersee geregelt.
Nun kann ich es gar nicht erwarten, endlich aufzubrechen! In der Tat bin
ich heute ungeduldig und reisefiebrig wie schon lange nicht mehr! Endlich
Mittag! Nach Hause geradelt und die sieben Zwetschgen gepackt und gleich
noch etwas Proviant eingekauft und dann zum Geldautomaten und Euro geholt
und zum Bahnhof gerollt und das Ticket besorgt und dann das Velo auf den
Bahnsteig gehievt. Klar, dass mich die Kräfte des Universums wieder
mal ein bisschen necken und mich ob meiner kindlichen Ungeduld auf die
Schippe nehmen wollen: ausgerechnet die S-Bahn nach Rafz hat Verspätung
und ausgerechnet heute füllt sich der Bahnsteig mit Velofahrern,
die auch noch genau in diesen Zug wollen, sodass ich schon befürchte,
ich würde eventuell gar nicht mit in den Waggon kommen. Beim Thema
Liegerad und Bahntransport fehlt mir noch ein bisserl die Routine und
es verwundert mich dann doch, dass ich das Velo so gut transportiert bekomme.
Jedenfalls haben die Götter ein Einsehen und bald nimmt mich der
Zug mitsamt der Streetmachine auf. Mein Adrenalinspiegel darf sich wieder
senken und ich nehme meine Umgebung wieder wahr, besonders die junge Frau,
die in Glattbrugg zusteigt: ganz im Grufti-Gothic-Outfit, rabenschwarz
und mit viel Metall an Augenbraue, Unterlippe und Nabel, dabei ziemlich
gross und vollschlank. Sie lehnt neben mir an der Wand und erzählt
via Mobiltelefon mehreren Freundinnen hintereinander irgendein persönliches
Drama, dabei passiert es ihr zweimal, dass sie - fortwährend quasselnd
und eine grosse Tasche schleppend - an einer Haltestelle aussteigen will,
fast schon auf dem Bahnsteig steht, bevor sie dann endlich doch noch realisiert,
dass sie ja ein paar Stationen weiterfahren muss. Ich hab diese Orientierungsprobleme
heute nicht, denn ich bleibe hier drin bis zur Endstation.
Die Strecke
von Rafz bis Stein am Rhein kenne ich in und auswendig, aber ich fahre
sie heute das erste Mal seit langem wieder in dieser - der "umgekehrten"
- Richtung. Zudem ist meine Grundstimmung eine völlig andere, wenn
ich mit Gepäck unterwegs bin und die durchfahrene Gegend Teil einer
Reise und nicht bloss ein Tagesausflug ist. Frühling...oder eigentlich
schon Vor-Sommer! Alles steht in Blüte! Ich fahre unter riesigen
Kastanienbäumen hindurch, über und über mit ihren hellen
Kerzen bedeckt, die Rapsfelder sind schon fast am Verblühen und ihr
intensives Gelb schwächt sich schon ab. Ausflügler sind auf
dem Rhein unterwegs und die Badeanstalten füllen sich. Der Rauch
von Grillfeuern und der Duft von Cervelat oder sonstigem Grillgut steigt
mir in die Nase und macht mir Appetit. Vor Schaffhausen erhasche ich den
ein oder anderen Blick auf den Rheinfall und ein Liegeradler-Kollege kommt
mir entgegen. Für Letzteres bin ich natürlich ganz besonders
sensibilisiert!
Stein am Rhein ist idyllisch wie eh und je und auch genauso überlaufen,
ich rolle langsam durch die Altstadt und halte Ausschau nach Wegweisern,
die mich Richtung Bodensee leiten. Auf einer Anhöhe nach dem Ort
Eschenz darf der Blick weit über ein eindrucksvolles Panorama schweifen:
der Untersee liegt vor mir ausgebreitet, mit tiefblauem Wasser, das von
weissen Segeln gesprenkelt ist, mit den vielen Grüntönen von
Wiesen, Wälder und Buschwerk. Der Himmel ist makellos blau. Fast!
Denn besagte Kaltfront tut das, was ihresgleichen normalerweise immer
zu tun geruht: sie kündigt sich an! Und zwar in Form von Cirruswolken,
die von Westen her langsam den Himmel besetzen. Aber jetzt ist es noch
schön und heiss und der Wind war den ganzen Tag mein Freund und hat
von hinten geschoben. Alles könnte so schön sein, wenn ich mich
nicht bei einem Fotostop noch gehörig in die Nesseln setzen würde:
auf einem kleinen asphaltierten Wirtschaftsweglein will ich nur mal grad
am Wegesrand anhalten und fotografieren, als ich die Masse des bepackten
Rades unterschätze und mit ihm umfalle. Und ausgerechnet hier wachsen
frische Brennesseln - fünf Meter weiter vorne wäre es nur Gras
gewesen. Verflixt und zugenäht! Das Zeugs brennt vielleicht!!!
Jedenfalls interessiert mich die letzten paar Kilometer bis Mammern die
Landschaft nicht wirklich, ich bin mehr mit dem Brand an meinen Waden
und Unterarmen beschäftigt - erstaunlich, wie lange die Wirkung dieser
Pflanze anhält. Die Dusche hinterher im Hotel bringt keinerlei Linderung.
Aber immerhin werde ich auf der Terasse des zum Hotel gehörigen Restaurants
mit einem leckeren Bodenseefisch (Trüsche?) und Riesling aus eigenem
Anbau (die Wirtin zeigt mir stolz die Reben, die gleich nebenan wachsen)
verwöhnt.
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| Donnerstag,
20.5.2004. Von Mammern bis Steinebrunn (53,5 km)
Heute kann
man mich mit Fug und Recht als faul bezeichnen. Man könnte auch sagen,
ich liesse mich treiben oder aber ich frönte dem Genussradeln in
Reinkultur. Jedenfalls: eingedenk der Tatsache, dass meine Tagesetappe
nicht allzu lang sein wird und ich schon um kurz nach acht Uhr unterwegs
bin, lasse ich es extem ruhig angehen. Ich bremse mich ab, wenn der Tacho
20 kmH zu überschreiten "droht" und halte oft an, um zu
fotografieren oder Skizzen zu machen.
Was für ein Wetterchen aber auch! Diese Morgenbläue! Der See
liegt so friedlich da und die Cirruswolken haben sich wieder aufgelöst.
Je mehr der Tag voranschreitet, desto mehr Ausflügler sind unterwegs,
bis es allmählich zugeht wie auf einer Hauptverkehrsstrasse: Inline-Skater,
Spaziergänger mit und ohne Hund, grosse Gruppen von Radfahrern im
Seniorenalter, die auf dem engen Weg in Zweierreihen fahren und partout
nicht vor sich auf den Weg blicken wollen, ob ihnen nicht vielleicht mal
jemand entgegen kommt; Familien mit Kindern. Dazwischen Rennradler, die
hier unbedingt Tempo machen wollen. Bei fast jeder Radlergruppe, die mir
begegnet, gibt es mindestens eine untersetzte Dame, die mit mir tauschen
möchte und ein Herr meint sogar, dass es fast an Unverschämtheit
grenzt, sich mit so einem "Faulenzervelo" (das sagt er wortwörtlich)
auf die Strasse zu wagen. Nun...äh...ich geb's ja zu, das Radeln
empfinde ich seit diesem Frühjahr wirklich als Hochgenuss und eigentlich
kann mir niemand einen Vorwurf machen, wenn ich nicht mit dem gleichen
gequälten Gesichtsausdruck durch die Gegend laufe bzw. fahre, wie
so mancher mir entgegenkommender Mitmensch...
Leider gibt
es nur wenig Passagen, an denen die Route wirklich am See entlang führt,
dafür sind diese Streckenabschnitte dann sehr schön. Ansonsten
geht es halt in zweiter Reihe, also gut hundert Meter landeinwärts
versetzt, parallel zum See entlang. Meist begleiten mich rechts die Gleise
einer Bahnlinie, dann wieder führt der Weg durch Wohnsiedlungen oder
an einem Campingplatz vorbei. Bei Romanshorn zweige ich vom Seeradweg
ab und beziehe ein paar Kilometer landeinwärts im Landgasthof Winzelnberg
im Örtchen Steinebrunn Quartier. Auf einer Anhöhe liegend, bietet
der Ort einen wunderbaren Blick über See und Umland. Dreht man sich
um und schaut gen Süden, so begrenzt das Massiv der Churfirsten den
Horizont. Ach ja: heute war wirklich den ganzen Tag über Sommer pur
angesagt! Und ausserdem hab ich einen Zeppelin gesehen!
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| Freitag,
21.5.2004. Von Steinebrunn bis Lindau (58,5 km)
Heute morgen
schaut dagegen alles ganz anders aus: die Churfirsten, gestern noch von
der Abendsonne orangerot verfärbt, sind heute plötzlich verschwunden.
Die Landschaft ist wolkenverhangen und es regnet. Also doch! Da bricht
man dann immer mit gemischten Gefühlen zur neuen Etappe auf - zuhause
würde ich halt einfach "zuhause" bleiben.
Nun gut, nach dem Frühstück rolle ich auf der Hauptstrasse nach
Arbon, wo ich wieder auf den offiziellen Seeradweg treffe. Mittlerweile
hat es zu regnen aufgehört und heute steht das "Regenhose-anziehen-ausziehen-anziehen-ausziehen-Spiel"
auf dem Programm. Immerhin bleibt es auf etwa zwei Dritteln der Strecke
trocken und die tief hängenden Wolken sorgen für eine interessante
Stimmung. Alles ist saftig und grün und trieft vor Nässe. Ich
radle fast ganz für mich alleine durch's Rheindelta, auch die Seepromenaden
in Hard und Bregenz gehören nur mir. Sogar der sonst so belebte Abschnitt
zwischen Bregenz und Lochau liegt leer und verlassen da. Ich nehme es
mit der Ruhe, ich habe einen guten Rhythmus für mich gefunden. Kurz
vor Lindau öffnet der Himmel aber doch noch mal so richtig seine
Schleusen und ich schiebe das Velo im strömenden Regen über
das Kopfsteinpflaster der Lindauer Altstadt, bis ich den Gasthof "Goldenes
Lamm" gefunden habe, meine Bleibe für diese Nacht.
Nachmittags
spaziere ich im Regen durch die von Touristen überlaufene Stadt,
die mir jedesmal auf's Neue gefällt. Dabei scheint es mir, als ob
es überproportional viel Geschäfte mit Damenmode für das
gesetztere Alter gibt. Abends lande ich in einer griechischen Taverne
bei Gyros und Retsina, bevor ich nochmals eine Runde um den Hafen laufe.
Die Sonne fasst kommt noch mal für ein paar Minuten durch die Wolkendecke
und zaubert eindrucksvolle Beleuchtung herbei.
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Samstag,
22.5.2004. Von Lindau bis Stein am Rhein (81 km)
Jetzt ist
sie also endgültig da, die Kaltfront, die ungeliebte! Kaum über
10 Grad Celsius und es giesst wie aus Kübeln! Ich trete nach dem
Frühstück in voller Rüstung an und schaue, wie ich mit
dem Dauerregen zurecht komme. Ausserdem ist heute der ultimative "wie-und-wo-werde-ich-auf-dem-Liegerad-nass"-Test.
Es zeigt sich, dass die Regenhose der Schwachpunkt ist und bald bin ich
um die Körpermitte herum durchnässt. Mir fehlt heute eindeutig
der Blick für die Landschaft. Diese ist a) sowieso nicht da, weil
durch tiefhängende Regenwolken versteckt und b) fahre ich die erste
Zeit nur durch Ortschaften und Wohnsiedlungen hindurch. Mal an einem Kloster
vorbei, an einem Sanatorium, an einem Campingplatz. Hier ist Privatgelände,
dort ist aus einem anderen Grund der Zugang zum See untersagt. Der Bodensee
zeigt sich nur sporadisch, wenn ich an den Seepromenaden in Orten wie
Nonnenhorn oder Langenargen vorbeiradle. Anstatt dessen nehme ich einen
dichten Blütenteppich unter den Laubbäumen wahr: beige unter
den Kastanienbäumen, hellgrün unter den Ahornbäumen, woanders
rotbraun oder rosa. Da hat der Regen heute Nacht wohl ganze Arbeit geleistet!
Die Hinweistafeln der Hotels, Pensionen und privaten Zimmervermieter zeigen
rot an, wenn die Betten belegt sind und grün, wenn noch etwas frei
wäre. Um mich von meiner heutigen Motivationskrise und der Durchfeuchtung
abzulenken, überlege ich mir im vorbeirollen, ob ich in den jeweiligen
Etablissements ein Zimmer nehmen würde, falls ich hier Urlaub machen
würde. Dabei mache ich hier gerade Urlaub...
Irgendwann - ich glaube es ist nach Friedrichshafen - wird die Route auf
einen Radweg neben der Bundesstrasse geleitet, die unglaublich stark befahren
ist: die armen Anwohner des Städtchens Immenstaad, durch das diese
Strasse führt! Der Himmel wird allmählich heller und bald scheint
es, als ob die Sonne durch die Wolken drücken möchte. Aber der
Regen ist anderer Meinung und prasselt stur und unbeeindruckt herab. Immerhin
regnet es nicht mehr gar so heftig wie in der ersten Stunde. Nachdem ich
zwischendrin schon mal einen Kaffee getrunken und mich aufgewärmt
habe, reicht es mir in Hagnau erstmal und ich mache eine längere
Pause, einverleibe mir - wenn schon im Lande - schwäbische Käsespätzle.
Als ich weiterfahre hört es doch tatsächlich zu regnen auf und
ich erreiche, langsam abtrocknend, Meersburg. Während ich auf die
Fähre nach Konstanz warte, gesellt sich ein magerer Herr mit einem
gelben Liegerad zu mir und singt ein Loblied auf diese Art des Radfahrens,
die er nun seit 15 Jahren betreibt, dass er jeden Tag 25 Kilometer zur
arbeit radeln würde und gänzlich auf motorisierten Untersatz
verzichten könne. Nun gut, was soll ich dazu sagen? Mir macht's ja
auch Spass und wenn ich wieder zu Hause bin, wird man mich diesbezüglich
auch kaum bremsen können, aber gerade jetzt ich bin zu müde
und zu nass, um mit ihm eine Fachsimpelei zu beginnen. So täusche
ich denn touristisches Interesse vor, zücke die Kamera und fotografiere
die Szenerie: Mainau und ein Blick auf den wolkenverhangenen Überlinger
See und der Blick zurück nach Meersburg.
Konstanz: hektischer Stadtverkehr und ungeduldige einheimische Radler,
denen ich zu langsam auf dem schmalen Radweg vorankomme. Und dann bin
ich wieder auf der schweizer Seite des Untersees und rolle langsam die
gleiche Strecke zurück nach Stein am Rhein, die ich ein paar Tage
vorher bei strahlend schönem Wetter in die andere Richtung fuhr.
Wie verändert die Landschaft doch heute aussieht! In Stein am Rhein
fährt meine S-Bahn nach Winterthur dann gliech nur ein paar Minuten
später. Und auch in Winterthur hab ich sofort Anschluss nach Hause...
Eine Bilanz? Liegeradfahren macht Spass! Und die Gegend um den Bodensee
gefällt mir trotz der Zersiedelung nach wie vor sehr gut.
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